Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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leute, für die mir und meiner Braut bewieſene Liebe und Verehrung! ſagte Leßlie, kaum noch vernehmbar. Verlaßt jetzt unter Anführung des tapfern und edlen Lewis O'Donnel die Stätte des unvergänglichen iri⸗ ſchen Ruhms, auf der ich der Tochter von Irland, mir und allen Gefallenen ein unſterbliches Denkmal errichten will. Fort ſo lang es noch Zeit iſt! Hört Ihr die Kanonen? Die Engländer rücken näher. Ihr ſeid vielleicht ſchon umzingelt. Schlagt Euch tapfer durch. Nehmt von den Verwundeten mit, was Ihr fortbringen könnt, die Uebrigen empfehlt der Gnade des barmherzigen Gottes, der Euch glücklich leiten möge! Ich ſchwöre es Euch bei den Geiſtern unſrer auf dieſem blutigen Boden ſchlafenden Brüder, ich will ein Bollwerk zwiſchen Euch und die Feinde wer⸗ fen, das ſie nicht eher überſteigen ſollen, als bis der Letzte von Euch in Sicherheit iſt. Leb' wohl, Lewis! Leb' wohl, Eliſabeth! Seid glücklich! Gott und alle Heiligen mit Euch! Nehmt den letzten Gruß meiner Liebe! Wir gedachten Irland frei und glicklich zu machen, Gott hat es anders gewollt. Ich bin glück⸗ lich, ſeid Ihr es auch! Und vielleicht wird es auch Irland einſt. Lebt wohl!

Er will es ſo! ſagte Lewis O'Donnel ſchmerz⸗ lich zu den Iren;wir dürfen ihm dieſen Wunſch nicht verſagen. Gott mit Dir, Leßlie! In einer beſſern Welt Wiederſehen!

Leßlie winkte ſeinen Diener herbei.Billy, ſprach er,Du haſt mir treu gedient in allen Mühen und Gefahren meines wechſelvollen Lebens. In der ein⸗ einſamen Höhle des Rieſendammes haſt Du meine Liebe zu dieſer meiner bleichen Braut entſtehen und wachſen ſehen, thue uns Beiden nun den letzten Lie⸗ besdienſt.