Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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war nicht irdiſche Liebe, nicht Verlangen nach Deinem Beſitz. Ich liebte Dich ebenſo, Eliſabeth; darum zürne der Sterbenden nicht! Euch vereint zu ſehen, war meines Lebens höchſter Wunſch; Euch zu dienen, mei⸗ nes Lebens höchſte Aufgabe. Gebt Euch die Hände! Ich ſegne Eueren Bund, und der fliehende Geiſt ſagt mir, kein blutiger Schatten drängt ſich zwiſchen Euch; er iſt geſühnt durch meinen Tod

Sally! Sally! riefen Lewis und Eliſabeth weinend,Du, unſer Schutzengel, willſt uns ver⸗ laſſen!

Weh' mir, ſetzte Eliſabeth hinzu,und Kilda⸗ re's Kugel war's, die Dich durchbohrt hat!

Mein Tagewerk iſt vollbracht; ich war Dein Schild, Lewis, Dir galt der Schuß, aber er traf die rechte Bruſt. Ich vergebe Deinem Vater, Eliſabeth! Was ſollte ich nun mit meinem qualvollen Schmerz in der Bruſt ferner leben? Meine Blüthen fielen ver⸗ giftet vovm Baume. Der Schmerz weicht mir wird wohl leicht unbeſchreiblich wohl 0 Tod

wie ſchön biſt du! Seid glück⸗

lich! Lewis!

Das große, ſchöne Auge erloſch; die Arme, mit denen ſie den ihr ſo theuern Mann krampfhaft um⸗ faßt hatte, löſten ſich; die edle Lebensquelle, die heiß, wie ihre Liebe, über O'Donnels Hand geſtrömt war, verſiechte, und vor dem weinenden Liebespaar lag nur noch eine ſchöne Leiche.

Und die verrätheriſche Kugel ihres eignen Va⸗ ters iſt's, die den wild verſchlungenen Knäuel ihres Schickſals ſo plötzlich gelöſt! klagte Eliſabeth, heftig weinend, auf die Hülle der Unglücklichen geworfen, und bedeckte den bleichen, noch immer lächelnden Mund mit Küſſen. Stumm beugte ſich auch O Donnel herab