Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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Die Meiſten wandten ſich mit Entſetzen ab. Lord Wexford verhüllte ſein Geſicht, und die Damen liefen hinaus. Nur Peppy hielt Stand und ſchien ſich an Kildare's fürchterlicher Qual zu weiden. Nicht mehr gerührt, als ſeine hartherzige Mutter, ſchien Tim Ruuthan. Mit ſpöttiſchem Lächeln wandte er ſich an die umſtehenden Iren und ſprach:„Der Krug geht ſo lange zu Waſſer, bis er bricht! Scht, Landsleute, des alten Samuel Dunfvore's Prophezeihung in ſei⸗ ner ietzten Stunde iſt wörtlich eingetroffen. Eine böſe Ahnung ſchien freilich ſchon damals über Se. Herr⸗ lichkeit zu kommen; denn kaum hatte er die Worte des braven, alten Mannes vernommen, den ich, bei⸗ läufig geſagt, ihm an's Meſſer geliefert— nun, Ihr wißt es ja— als er auf ſeinem Goldfuchs davon ſprengte, als ſäße ſchon die ganze hölliſche Heerſchaar hinter ihm auf dem Kreuze des Pferdes. Merkt auf die rechte Vergeltung: Dunfvore und ſein Sohn kamen durch meinen Verrath an den Galgen; aber Maſter Henderſon und Kildare ſind auch durch mich dem Gal⸗ gentode zugeführt. Mann um Mann, ſo iſt's recht; das iſt iriſche Rache.“

„An den Galgen mit dem Lord! Auf, Brüder, laßt uns ſehen, daß dem Tyrannen ſein Recht ge⸗ ſchieht!“ riefen die Iren und ſtürzten in wilder Un⸗ ordnung aus dem Zelte.

Lewis O'Donnel hatte ſich vorher durch einige Worte der Verſchwiegenheit aller Anweſenden im Be⸗ treff Sally's verſichert.—

Schon begann das im Oſten ſich röthende Ge⸗ wölk den jungen Tag zu verkünden, und einzelne Streiflichter, welche dem Aufgange des glänzenden Tagesgeſtirns voraneilten, ließen, trotz eines anfäng⸗ lich nur leicht aufwallenden Morgennebels, die ſich