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Prieſter den Sterbenden bringt? Tod?“ kreiſchte er noch einmal mit ſo ſchrecklicher Stimme, daß alle Anweſenden ſchauderten—„und drüben, ſagteſt Du, nicht ſo? ein ewiges Leben und ein gerechter Richter, der Allen, ohne Anſehn der Perſon, nach ihren Tha⸗ ten mißt? Sag': Nein, Mann! ſage: Mit dem Tode iſt Alles aus, mit dem Leben hört aller Wahnwitz auf und aller Verſtand, ich meine, der klügelnde Ver⸗ ſtand, der der Urquell aller unſrer Handlungen und unſrer Leiden iſt. O, wie mein Hirn brennt! Mein Blut iſt Feuer, und mein Herz Eis! Habe doch Erbarmen mit mir, heiliger Mann! O, habt doch Mit⸗ leiden, Ihr Alle, und verſichert mir, daß es in einer Stunde ganz, ganz, auf immer aus mit mir iſt. Ich will Euch auf den Knieen danken, die ſich noch niemals haben, für die grßte mir erzeugte Wohlthat, größer, als wenn Ihr mir das Leben ge⸗ ſchenkt hättet.“ Bei dieſen Worten ſank er auf die Kniee nieder und ſtreckte flehend die Hände gegen die Verſammlung empor.„Seht! Ich flehe wie ein Bett⸗ ler zu Euch, um ein Almoſen auf den letzten Weg. Denn nißn ich will jetzt nicht mehr leben, ſeit der Prieſter einen Funken in meine Seele warf, der, ich fühle es, wenn ich leben bliebe, zur ſchrecklichen Flamme in mir auflodern und mich verzehren würde, bis un⸗ ter Qualen die morſche Hülle zuſammenbräche.“
„Der Herr iſt barmherzig in ſeiner Langmuth; ein reuiger Sünder iſt ihm ſo lieb, wie alle die, welche nie fehlten, mein Sohn!“ ſagte OKelly mit Salbuis⸗
„O, ſo betet für mich zu Euerm Gott! Ich kann nicht beten, ich habe nie gebetet, drängte Kildare, mit unausſprechlicher Angſt in den Zügen, die Hände des Prieſters feſt umklammernd.
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