Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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und in der Stadt verlierend und den Bedrängten die endliche Rettung verheißend: da ſtürzte plötzlich eine zweite, große Volksmaſſe, vor den Bayonnetten der bis zum Molo vorgedrungenen Soldaten zurück⸗ weichend, Kopf an Kopf, ſchreiend, heulend, fluchend und in erſchrecklicher Unordnung, in dieſelbe Straße, welche O Donnel und ſeine Befreier zu verlaſſen eben im Begriff waren.

Sally ſuchte O Donnel; ſie konnte ihn im Ge⸗ dränge nicht finden; der hintere Volkshaufe kam her⸗ an und ſchrie ſeinen Namen; der vordere, vor ſich und hinter ſich Soldaten erblickend und in die Straße eingekeilt, warf ſich verzweifelt auf Alles, was eine königliche Uniform trug, und es koſtete jetzt weit größere Mühe, ſich dem Einzelnen verſtändlich zu machen, weil das Geſchrei zu groß, O'Donnels Befreier ge⸗ trennt waren, und der Jre, der durch Sally's und der hinten nachdrängenden Worte endlich begriff, was hier vorging, wußte den wahren Soldaten von dem falſchen, den Freund von dem Feind, nicht zu unter⸗ ſcheiden; denn das angreifende Militär war von dem⸗ ſelben Regimente, deſſen Uniform Howard gewählt. Sal⸗ ly's faſt übermenſchlicher Anſtrengung allein gelang es, ihre Freunde aus der mörderiſchen Hand des Volks zu erretten. Ihr Vater und ſie waren allgemein bekannt, und der Name Lewis O'Donnel war ein ſchützender Talisman. Aber gerade, was den verehrten Herrn für den Augenblick rettete, mußte ihn ſpäter verderben, wenn das Volk ihn erkannte und ſich ſeiner bemäch⸗ tigte; das begriff Sally ſchnell mitten in der ſie furcht⸗ bar umtoſenden Raſerei der Volksrache, Wuth und ſchäumenden Leidenſ ft. Sie brach ſich mit aller Anſtrengung obgleich ſie längſt kein Ge⸗ wehr mehr hatte, ſo ſuchte ſie mit den Armen durch⸗