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zurudern. Aber was war all ihre Kraft in dieſer zu⸗ ſammengekeilten Maſſe? Verzweiflungsvoll ſtöhnte ſie ODonnels und Eliſabeths Namen und beſchwor die Umſtehenden, ihr nur ein wenig Platz zu machen; es war Alles vergebens. Da betete ſie ein ſtilles, wortloſes, aber heißes Gebet; es war ein gewaltiger Aufſchwung ihres Geiſtes zu Gott, ein ſchmerzlicher Nothſchrei ihrer in äußerſter Bedrängniß blutenden Seele, ein bittender Gedanke an des Himmels all⸗ barmherzige Hülfe, und plötzlich erhält ſie einen Stoß an die Kniee; dicht vor ihr, eng an ihren Leib ange⸗ preßt, taucht eine menſchliche Geſtalt auf, deren Kopf aber nur ihre Bruſt erreicht; eine gräßliche Ahnung durchbebt ſie, ſie beugt ſich, ſtarrt dem kleinen Mann in das zu ihr emporgehobene Geſicht und ſtößt einen Schrei des ungeheuerſten Entſetzens aus. Sie hat Tim Ruuthan erkannt. Doch er ergreift ihre Hand und ſagt mit ſanften, begütigenden Worten:„Fürchte Dich nicht vor mir; ich bin nicht Dein Feind und nicht gekommen, Dich zu verderben. Ich war dort unter dem Volkshaufen, dem Du Dich entdeckteſt; ich hörte Sir Lewis Namen von Deinen Lippen, ich ſah beim ſchwachen Lichtſchein Deine Angſt. Die Du ſuchſt, habe ich gefunden. In jener Thüre dort hat der Baronet ſeine Laſt abgelegt; einige ſeiner Freunde haben ſich vor ihn poſtirt, um den Andrang der Men⸗ ſchen zurückzuhalten; wenn Du Dich mir anvertrauen willſt, führe ich Dich zu ihnen.“
Der im Strom Verſinkende klammert ſich an den Strohhalm, der vom Ufer hineinragt; Tims Rede flößte dem Mädchen Zutrauen ein, ſie bat ihn, ſie zu ihren Freunden zu bringen.
„So bücke Dich ſogleich mir, faſſe meine Hand und halte ſie feſt, indem Du mir folgeſt.“
Storch ausgew. Romane u. Novellen. M. 3


