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laß den wackern Mann hier; er wird ſeine Sache ſchon trefflich machen. Habe keinen Kummer.“
Eh' ſich's O'Donnel verſah, war er entkleidet und hatte die Uniform an, und von beiden Seiten gedrängt, ergriff er die Muskete und drückte den Hut in's Geſicht.
„Mic,“ ſagte er wehmüthig, als ſich Howard nach der Thüre wandte,„gebe der Himmel, daß eine Zeit kömmt, wo es mir vergönnt ſein wird, Dir zu vergelten, was Du heute an mir thuſt. O, womit hab' ich doch ſo viel Liebe verdient, Du trefflicher Menſch!“
„Behüte Sie Gott, und die Heiligen alle leiten Sie gute Wege! Grüßen Sie mein Weib und mein Kind!“ Da, als die Thüre ſchon geöffnet war, und
O'Donnel eben über die Schwelle ſchreiten wollte, hielt
ihn Michaul noch einen Augenblick zurück und flüſterte ihm zu:„In der Seitentaſche des Soldatenrocks, den Sie jetzt tragen, ſteckt ein zuſammengefaltetes Papier. Leſen Sie es doch, wenn Sie glücklich aus aller Ge⸗ fahr ſind. Was darauf ſteht, bleibt übrigens unter uns, und die Schrift mögen Sie nach Leſung füglich verbrennen.“
Dieſe Worte waren mit ſo viel zurückgedrängtem und doch gewaltſam hervorbrechendem Gefühl geſpro⸗ chen; es glänzten dabei helle Thränen in des Dieners Augen; ſeine Stimme zitterte ſo ſeltſam bewegt, daß in Lewis' Seele ſich ein großes Verlangen regte, bald zu wiſſen, was auf dem Blatte ſtehen möge. Doch war natürlich jetzt keine Zeit dazu; denn Howard zog ihn bereits mit ſich fort. Indem er die Thür wieder verſchloß, ließ er, gleichſam durch eine ungeſchickte Be⸗ wegung, die Laterne auf den Boden fallen, die ſo⸗ gleich verlöſchte.


