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Sr. Excellenz der Lordlieutenant Dich in Verdacht hat, daß Du, beſtochen von Lord Kildare's Leuten, den Sir Lewis O'Donnel dieſen Abend Jenen aus⸗ liefern wollteſt. Geſtehe Deine Schuld; Du biſt mein Gefangener! Liefere mir die Schlüſſel ab!“
Der Gefängnißwärter ſank in die Knie und wollte Geſtändniſſe machen; der alte Sergeant kam ihm aber zuvor, indem er die Schlüſſel ergriff und den Offi⸗ zier bat, ihm zu folgen, und Howard, dem nichts daran lag, die Beichte des Gefangenwärters zu hö⸗ ren, that dies am liebſten. Er befahl ſeinen Ser⸗ geanten und den heiden Unteroffizieren, ſich ihm an⸗ zuſchließen, und ſeinem Piquet, die Ausgänge zu be⸗ ſetzen. So wanderten Howard, Eliſabeth, Sally und Michaul hinter dem alten Manne über die geräumi⸗ gen Höfe, Wendeltreppen und Gallerien, welche die verſchiedenen Zeitperioden ihrer Erbauung bezeichneten.
Das zweifelhafte Licht in den nur ſpärlich erleuch⸗ teten unabſehbaren Korridors, die düſtre winkelige Bau⸗ art, die hohen Kreuzgewölbe, in denen die Schritte unheimlich widerhallten, machten einen höchſt beängſti⸗ genden und faſt lähmenden Eindruck auf Eliſabeth.
„Wir ſind gleich am Ziele,“ ſagte der alte Ser⸗ geant zu dem jungen, deſſen Aufgeregtheit bemerkend. „Die zweite Thüre von hinten führt zu Sir Lewis Zimmer;“ dabei hob er die kleine Handlaterne, die er trug, empor.
„Sergeant!“ ſagte jetzt Howard zu dem alten, „jedem Andern als mir würdet Ihr verdächtig erſchei⸗ nen. Ich will nichts davon wiſſen, verſteht mich! Doch gebietet mir die Vorſicht, das Gefängniß allein zu inſpiciren. Ihr bleibt mit dem Sergeanten und zweiten Unteroffizier meines Piquets zurück und über⸗ gebt mir Schlüſſel und Laterne.“


