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uns erſt fehlte, und brauchen nicht zur Gewalt zu
ſchreiten.“
„Bei Zeſus!“ rief Howard,„Sie haben Recht, Freund. Sie wiſſen die Umſtände zu benutzen. Dann nützt uns aber der früher angefertigte Befehl nicht.“
„Wir ſchreiben ſchnell einen andern,“ antwortete Laing.„Glauben Sie, ich hätte mich wochenlang be⸗ müht, Dokumente mit des Lordlieutenants Unterſchrift zuſammen zu bringen und die letztere ſo täuſchend als möglich nachzuahmen, um es ſogleich wieder zu verler⸗ nen? Schnell Papier, Tinte und Feder her! Mich, Du ſchreibſt den Befehl flüchtig, ich werde ihn Dir in die Feder ſagen; ich verfertige die Unterſchrift, und alſo wohl gerüſtet bieten wir unſre Mannſchaft auf. Die friſche Schrift gedeiht uns überdies zur größern Beglaubigung.“
Die Worte wandelten ſich raſch zur That; wäh⸗ rend des Diktirens kleidete ſich Laing ebenfalls in eine
Uniform, und als er mit beiden fertig war, verließen
ſie, in Mäntel gehüllt, ihren Aufenthalt und mar⸗ ſchirten leiſe durch die ſtille Nacht in die Nähe des Trinity⸗Kolleges. Das alte prächtige Gebäude, theil⸗ weiſe ſchon unter der Regierung des zweiten Eduard erbaut, erhob ſeine ſchwarzen Mauern unheimlich in die Nacht empor. Es diente als Staatsgefängniß für politiſche Verbrecher. Nicht weit davon iſt der Fluß,
und der Hafen nur einige Flintenſchüſſe entfernt. Die ſeltſamen Soldaten bogen in ein Seitengäßchen und
blieben endlich horchend vor einem kleinen Hauſe ſte⸗
hen. Dann ſchlug Michaul dreimal kaum hörbar mit
dem Klopfer auf die Meſſingplatte an der Hausthüre,
die, als hätte man längſt darauf gewartet, augen⸗
blicklich geöffnet wurde. Sie traten hinein. Das
kleine Zimmer war voller Soldaten, alle in die Far⸗ *


