Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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raſchende und freudige Entdeckung eben mit lauter Stimme bekannt machen, als er ſich von einem Ere⸗ miten am Arme zurückgehalten fühlte.Keine Vor⸗ eiligkeit, mein Freund! flüſterte dieſer, und Lord Cor⸗ hampton wurde leicht an der Stimme erkannt.So⸗ bald Sie dem wüthenden Volke verrathen, daß ich es nicht bin, der hier in ſeinem Blute ſchwimmt, ſind wir Alle den Dolchen dieſer Mörder verfallen. Kei⸗ ner wird lebend dieſen Räumen entkommen. Laſſen Sie alſo den tollen Meuterhaufen bei dem Wahne, Irlands Oberhaupt ſei gefallen, und geben Sie ihm immerhin Ihre Wein⸗ und Speiſevorräthe Preis. Das iſt das beſte Mittel, den Aufſtand zu dämpfen, uns aber laſſen Sie auf ſchleunige Flucht aus Ihrem Hauſe denken! Und zu den Uebrigen ſich wendend, die ihn auch erkannt hatten, fuhr er leiſe fort:Gelingt es Euch, meine Freunde, mich ſicher in meinen Palaſt zu geleiten, dann nehmt mein Wort darauf, daß ich die ganze Revolte durch kräftige Maßregeln noch dieſe Nacht unterdrücken werde. Ich kenne das Volk, das keine Stütze hat, als ſich ſelbſt. Es unterliegt dem entſchloſ⸗ ſenen Widerſtand, aber er muß raſch und kräftig ſein! Neuer Muth erfüllte die Umſtehenden. In der Mitte einiger ſeiner Adjutanten floh Corhampton, vom beſonnenen Hauswirth ſelbſt geleitet und in einen Mantel gehüllt, über eine düſtre Gallerie. Im näch⸗ ſten Augenblick hatten ſie den Hof auf einer Hinter⸗ treppe erreicht. Mit Hülfe eines von des Kanzlers Dienern, der mit allen Winkelgaſſen genau bekannt war, gelang die Flucht, da das Volk, welches jetzt in Maſſen, wie ein tobender Waldſtrom gegen das Hotel heranbrauſte, anfangs nur die Haupteingänge zu dem⸗ ſelben im Auge behielt. Auf dieſelbe Weiſe brachte der Hauswirth noch