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„O, dann kannſt Du ihn gewiß vermögen, mir dieſen Abend noch die Ehre ſeines Beſuchs zu gön⸗ nen! Es liegt in unſerm beiderſeitigen Intereſſe, kei⸗ nen Augenblick Zeit ungenützt vorbei fliegen zu laſſen. Die Seele glüht mir, mich mit Sir Harry Howard zu beſprechen.“
„Ich eile, Ihre Befehle auszuführen, Mylady.“
Eliſabeth warf ſchnell einige Zeilen auf das Pa⸗ pier und übergab ſie Mic, der ſich ſogleich damit entfernte.
Noch war keine Stunde vergangen, als ein Rei⸗ ter in den Hof ſprengte und gleich darauf Kapitain Howard in Eliſabeths Zimmer trat. Nach der er⸗ ſten Begrüßung wandte ſich die Unterhaltung natür⸗ lich ſogleich auf O'Donnels Angelegenheit, und Ho⸗ ward fragte Miß Elifabeth, ob ſie wirklich in den Beſitz der für ſie beſtimmten Papiere gekommen ſei.
„Ich bin's,“ verſetzte ſie; und mit einem unbe⸗ ſchreiblich wehmüthigen Blick auf den Kapitain fügte ſie hinzu:„Und Sie ſind wahrſcheinlich mit dem In⸗ halt dieſer Papiere bekannt.“
„So iſt's, Mylady, und ich will auch nicht läug⸗ nen, daß ich meinem Freunde O'Donnel jede mögliche Vorſtellung gemacht habe, dies ſein einziges Rettungs⸗ mittel nicht aus der Hand zu geben, ſondern zu be⸗ nutzen. Vergebens! Sein edles Herz empörte ſich ge⸗ gen den Freundesrath.“
„Ich würde geneigt geweſen ſein, den Inhalt je⸗ ner Papiere für eine Geburt meiner erhitzten Phan⸗ taſie zu halten, für Erzeugniſſe des Wahnſinns, welcher mich ob der von mir verlebten Schreckniſſe ergreifen konnte,“ ſagte Eliſabeth mit ſchmerzlicher Stimme, „wenn nicht jene todten Buchſtaben, je länger mein Blick auf ihnen weilte, wie drohende Geſpenſter vor mich hingetreten wären. O, ſie vollendeten das grau⸗


