Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Die Art und Weiſe gilt mir gleich, wenn er nur frei wird.“

„Du redeſt im Irrſinn, Alte! Wie wäre das möglich?“

„Ich kannte dieſe Eure Antwort im Voraus. Deshalb wag' ich meine Bitte mit einigen Kleinigkei⸗ ten zu unterſtützen.“

Damit zog ſie eine rothſaffiane Brieftaſche unter dem Mantel hervor.„Dieſe Schreibtafel,“ fuhr ſie mit erhöhter Stimme fort,„gehört Sir Lewis O'Don⸗ nel, und es ſteht darin Mancherlei verzeichnet, was Euch angeht, Mylord. Da Ihr bei Nacht nicht le⸗ ſen könnt, ſo will ich Euch das ſchöne Büchlein gern anvertrauen, damit Ihr Euch von der Wahrheit meiner Ausſagen überzeugen könnt. Ich bin ſchon verſichert, daß Ihr mir Sir O'Donnels, Eueres lie⸗ ben Taufpathen, Eigenthum, bald wieder zurückgebt. So werdet Ihr auch von ſehr wichtigen Papieren le⸗

ſen, die allein Euch angehen, Mylord, und die gegen Euch benützt—“

„Wo ſind die Papiere? Wer hat ſie?“ fragte Kildare mit erſterbender Stimme und hielt ſich an dem Steine. Peppy ſah ihn wanken, ſah im Mond⸗ ſtrahl ſein Geſicht mit fahler Bläſſe überzogen und fuhr fort:„Ihr könnt ſchon denken, Mylord, daß dem, welcher vom Baronet die Brieftaſche erhalten, auch jene Papiere nicht fehlen werden, und ich will Euch eben ſo wenig verhehlen, daß derſelbe, der mich eben an Euch abgeſchickt hat, ſtatt Euerer mit jenen Papieren nach Dublin reiſen wird, um den beſten Gebrauch für Sir Lewis davon zu machen, ſollte es Euch einfallen, die Reiſe unterlaſſen und mir meine menſchenfreundliche Bitte nicht gewähren zu wollen.“

„Die Papiere!“ kreiſchte Kildare.„Ich will ſie