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St. Patrik, wir haben ein Werkzeug, das ihm an die Wurzel des Lebens greift und ſie zerſchneidet, wenn wir wollen. Laßt uns aufſpielen, mein Vater! Lord Kildare muß nach unſerer Pfeife tanzen.“
„Ich bewundre die Schlauheit Deines Plans,“ verſetzte der Prieſter,„und habe das beſte Vertrauen dazu. Hätteſt Du ihn mir früher enthüllt, wir hät⸗ ten nicht nur O'Donnel, ſondern auch Dunfvore und deſſen Sohn gerettet.“
„Erſt heute hat ihn Gott mir eingegeben, als der aufgeblaſene Pächter von Chesnuthill mir vor⸗ prahlte und die Nachricht von O'Donnels Todesur⸗ theil überbrachte. Da fuhren mir alle dieſe Gedan⸗ ken, wie Leuchtkugeln, durch den Kopf! Bei Jeſus! es war der Herr ſelbſt, der mich erleuchtete. Dun⸗ foore's Tod hat er zugegeben, aber ODonnel ſoll leben, alſo iſt ſein Wille.“
„Amen! Des Herrn Wille geſchehe!“ fügte der Prieſter mit gefalteten Händen hinzu.
Eine Stunde ſpäter trug ihn ſein zahmer Gaul die Heide hinauf, und Nora trabte an ſeiner Seite. In derſelben Nacht noch kehrte die junge Witwe zu⸗ rück und legte das ihr vom Prieſter anvertraute Päck⸗ chen in ihrer Mutter Hand.
Am folgenden Morgen ſchickte Peppy einen ihrer Enkel nach Lindſayhall und ließ ſich erkundigen, ob der Lord zu Hauſe ſei, und da der Junge die Nach⸗ richt zurückbrachte, der geſtrenge Herr habe ſo eben ſein Pferd beſtiegen, um mit Gefolge auf die Jagd⸗ zu reiten, ſo ſah man Peppy Toole erſt gegen Abend in ihrem alten, abgetragenen blauen Tuchmantel, die Kapuze über den Kopf gezogen, langſam über das Moor dem Park von Lindſayhall zuſchreiten. Als ſie ſich dort bei einem Knecht befragt, wohinaus der


