Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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„Hier iſt kein Raum für meine Mittheilung und oben liegt der Obriſt, folgt mir in das Hinterhaus.“

Der Geiſtliche willfahrte ihr, und Beide traten in den dunkeln Stall, der zu Tims Krankenſtube ge⸗ dient hatte.

Nachdem ſich die Wirthin verſichert hatte, von keiner Seite belauſcht zu werden, begann ſie mit ei⸗ nem Seufzer:„Gott und der heilige Patrik wiſſen es, wie betrübt meine Seele über die mir eben zuge⸗ kommene Nachricht iſt!“

„Und was iſt's, Peppy, Gute, was Dich noch mehr ſchmerzen konnte, als Dunfvore's ſchmählicher Tod?“

„Daß man in Dublin damit umgeht, das Todes⸗ urtheil auch über unſern Sir Lewis auszuſprechen.“

„Das wolle Gott und alle Heiligen verhüten!“

„Genug, die Nachricht kommt von Lord Kildare und iſt deshalb mehr, als wahrſcheinlich. Mein Ver⸗ trauen, daß ihn die Weiß⸗Jungen aus der Hand ſei⸗ ner Feinde retten würden, hat den letzten Stoß erlit⸗ ten. Evans ONeil, an den ich feſt glaube, iſt ver⸗ ſchollen; ich verlaſſe mich auf keinen mehr; und die dringendſte Nothwendigkeit gebietet nun uns ſelbſt, zur Rettung des jungen Herrn zu handeln.“

„Was willſt Du thun, Peppy?“

„Von uns verlangt der Himmel des Baronets Befreiung; wir haben die Mittel dazu, wir müſſen ſie benutzen.“

„Ich verſtehe Dich nicht, Peppy. Welche Mittel hätten wir, Sir Lewis der Gewalt der Regierung zu entziehen?“

„So will ich es Euch ſagen, Hochwürdiger. Wir müſſen den Lord Kildare zwingen, unſern lieben Herrn, den er in's Gefängniß gebracht hat, auch wieder dar⸗