Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Aſſiſen zum Tode verurtheilten Inquiſiten herbeige⸗ führt wurden.

Jetzt kam der Trauerzug heran. Voran der Kar⸗ ren mit den zwei Verurtheilten und dem Poater OKelly, der zwiſchen Vater und Sohn ſah, das Crucifix und die Bibel in der Hand, und mit eifri⸗ ger Beredtſamkeit geiſtigen Troſt ſpendete. Hinter dem Karren zwei verſchloſſene Kutſchen. Ein lautes Hur⸗ rah begrüßte die Verurtheilten, und dieſe verfehlten nicht, während ſie, am Galgen angelangt, anſcheinend heiter und unbefangen ihr unbequemes Fahrzeug ver⸗ ließen, daſſelbe dreimal zu erwiedern.

Dunfoore, der ſchwache gebeugte Greis, ſtand lächelnd, wie ein Verklärter, und grüßte die Menge mit Würde; nur wenn ſein Auge auf den ſtummen, bleichen Sohn fiel, flogen Schatten über ſein Geſicht und Wehmuth zuckte um ſeine welken Lippen. Das war nicht die Geſtalt eines armen Sünders, der für Verbrechen ſtirbt; nein, das war die erhabene Ruhe eines Helden, ausgegoſſen über eine zerbrechliche, dem Leben kaum mehr angehörende Hülle, die göttliche Ruhe eines Märtyrers, der für die gerechteſte Sache freudig in den Tod geht. Die Verwandten und Freunde der Verurtheilten hatten ſich ihnen gegenüber dicht geſchaart aufgeſtellt, und Blicke der Verwunde⸗ rung und Laute tiefer Rührung flogen nach dem Greiſe hinüber. Da ſah man ſeine beiden Söhne, Shame den Fiſcher und Brine den Weber mit ihren Weibern und Kindern, welche die Luft dann und wann mit ihrem verzweiflungsvollen Geheul erfüllten; da ſah man faſt die meiſten der Weiß⸗Jungen, die Tims Verrath glücklich entgangen waren. Hätten ſie eine Ahnung gehabt, wer der Verräther geweſen, er hätte nicht ſo trotzig unter ihnen wandeln dürfen. Ihm