Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Beſten für mich, Muhme, Goldſeele!“ Peppy erſtarrte faſt vor Schrecken, als ſie ihren verſtoßenen Haus⸗ knecht in der bunten Livree erkannte, und ſprachlos hing ihr Blick an dem unverſchämten Geſicht des klei⸗ nen Menſchen.

„Nun wird's bald, Muhme, Leben?“ grinſte er weiter;„hier iſt Geld!“

„Gottes Fluch auf Dich!“ ſtöhnte die Wirthin. „Des ſchlechten Engländers Knecht biſt Du geworden? Nun Gleiches hält ſich zu Gleichem.“

„Seht, Tim Ruuthan iſt des neuen Pächters in Chesnuthill Pferdebube!“ flüſterten ſich die Landleute einander zu und wichen ſcheu vor ihm zurück. Er aber ſchlug ein freches Gelächter auf über die Furcht der ihm bekannten Geſichter, ergriff ſtolz die Zügel der beiden Pferde, rief.„Platz da!“ und marſchirte mit lächerlicher Wichtigthuerei auf und ab, ohne ſich um Jemanden zu bekümmern.

„Komm, bring' mir ſelbſt einen Topf heißen in die hintere Stube, zlte Sibylle,“ rüttelte Henderſon die Alte aus ihrer Betrachtung,„und ver⸗ treibe mir die Zeit mit Deinen ſchlecht eintreffenden Prophezeihungen; ich habe Luſt zu lachen.“ Mit die⸗ ſen Worten trat er in's Haus. Peppy folgte, ſich bekreuzend über den verwegenen Gentleman, wie ſie ihn nannte.

Während die Umſtehenden ihrem Grimm gegen den Engländer durch allerlei Spottreden Luft machten, erhob ſich weiterhin ein Murmeln; man richtete die Köpfe in die Höhe, und Einige zeigten mit den Fin⸗ gern auf die nicht weit entfernte Landſtraße. Alle verſtummten ſchnell, denn man erkannte an den blitzen⸗ den Helmen der Dragoner, daß die in den letzten