darum ſchelten; denn ich habe ſchlecht an ihr und ih⸗ ren Freunden gehandelt. Der Lord hat mich mit Hun⸗ den aus dem Hauſe hetzen laſſen; Sally hat mich verſtoßen und iſt mit ihrem Vater geflohen; ich habe Niemand auf der Welt, dem ich angehöre, in deſſen Haus ich treten darf, um eine Kartoffel für meinen Hunger und eine Hand voll Stroh für meines kran⸗ ken Leibes Müdigkeit zu erbitten.“
„Tim,“ ſagte Henderſon,„Du haſt auch mir Dienſte und Gefälligkeiten erwieſen, und Du ſollſt nicht von mir ſagen, daß ich ſo undankbar ſei, wie Lord Kildare. Ich werde nicht vergeſſen, was Du an mir thateſt, als ich den Fäuſten meines Feindes am Strande zu Bantry erlegen war; ich werde mich ſtets erinnern, daß Du, wenn auch unbewußt, doch eigentlich die Veranlaſſung zu meinem jetzigen Glücke geworden biſt. Darum komm mit mir nach Chesnu⸗ thill; ich bedarf eines tüchtigen Reitknechts, und Du verſtehſt mit Pferden umzugehen. Werde mein Diener, Burſche. Du ſollſt es gut bei mir haben, willſt Du?“
Tims Geſicht verzerrte ſich wieder zu jener fürch⸗ terlich grinſenden Fratze. Ein böſer Geiſt lachte ihm aus den Augen. Krampfhaft faßte er des Pächters Hand und wieherte mit heiſerer Stimme: „Ja, ich will Euer Reitknecht werden, Maſter Hen⸗ derſon. Statt Kildare's Parkwärter, Euer Reit⸗ knecht, hahaha!“
„Wohlan, ſo folge mir, braver Burſche! Wir wollen ein herrliches Leben zuſammen führen.“ Und auf ſein Pferd ſich ſchwingend, ritt Henderſon voran; zähnefletſchend folgte Tim Ruuthan.


