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„Dann würdet Ihr als Vogelſcheuche meine Ret⸗ tung großmüthig übernehmen, wenn Ihr Nachts mit einem muthigen Mann in des Königs Rock und Waf⸗ fen Euere einſamen Spaziergänge machtet.“
Margaret erbleichte, und Anna warf einen trium⸗ phirenden Blick auf ſie.
„Genug, Du ſchäbiger Geſelle wirſt die Stelle nun und nimmer erhalten,“ eiferte die Erſtere in ih⸗ rer ſchwer zu verbergenden Verlegenheit.„Sie iſt ver⸗ ſagt und vergeben, und der Lord wird Deinetwegen ſein Wort nicht brechen.“
„Iſt dem alſo, Mylord?“ fragte Tim, zu Kil⸗ dare gewandt.
„Ich hörte, Du ſeieſt todt,“ entgegnete der Lord, nicht ohne Verlegenheit.
„Und wer iſt der neue Wildhüter, wenn Euer unterthäniger Knecht fragen darf?“
„Jack Hudſon, der früher Reitknecht des Baro⸗ net O'Donnel war. Seit der Gefangennehmung ſei⸗ nes Herrn lief er brotlos umher und hat mir, wie Du am beſten weißt, viel gute Dienſte erzeigt. Dies hat er Miß Margaret in's rechte Licht zu ſetzen ge⸗ wußt, und auf ihre Fürſprache habe ich ihm die Stelle zugeſagt.“
„Jack Hudſon!“ kreiſchte Tim außer ſich,„den ich erſt zur Schurkerei gegen ſeinen alten Herr ver⸗ leitet! Ihm habt Ihr meinen Lohn gegeben? Und was ſoll aus mir werden?“
„Gedulde Dich noch eine Zeit; bei paſſender Ge⸗ legenheit werd' ich Dich verſorgen.“
„Nein, nein! ſo haben wir nicht gewettet, My⸗ lord! Ich will die Stelle, ich will meine Verſorgung jetzt! Nicht morgen, nicht übermorgen. Ich will, ich kann mich nicht länger gedulden. Ich muß


