31
an dieſen Erſcheinungen viel Körperliches geweſen; er bemühte ſich, den Lord wieder zum Bewußtſein zu bringen, und ſchleppte denſelben, als er nur erſt wie⸗ der auf den Beinen ſtehen konnte, mehr als er ihn führte, nach deſſen Zimmer. Kildare weinte und ſchluchzte dazu, wie ein Kind. Ein neuer Uebelſtand trat ein. Morries konnte hier nicht Licht ſchaffen, und der Lord wollte durchaus nicht allein bleiben, und doch verſagte ihm die Kraft zu gehen; er konnte ſich nicht mehr aufrecht erhalten und war von Fieber⸗ hitze überbrütet. Dennoch rief er mit wahrer Todes⸗ angſt nach Licht, und Morries lief endlich, um das ungeſtüme Verlangen ſeines Gebieters zu befriedigen, leiſe fort, um zu verſuchen, ob er nicht in Miß Eli⸗ ſabeths Zimmern Licht auftreiben könne. Er klopfte an die Thür; ein lautes Jammergeſchrei erhob ſich darin, und eine weibliche Stimme bat um Gnade und betete und fluchte untereinander, wie im Wahn⸗ ſinn. Morries wußte nicht, was er davon denken ſollte. Doch klopfte er noch einmal und begehrte im Namen des Lords, der ſo eben krank angekommen ſei, Einlaß und Licht. Nun erhob ſich drinnen ein Zank dreier Frauenſtimmen, welche Morries endlich erkannte. Miß Eliſabeth befahl, daß geöffnet werde; Sally O'Neil wollte öffnen und Miß Margaret ſuchte es zu verhindern, und ſchrie jämmerlich dazu. Sie war es auch, die er zuerſt vernommen hatte. Morries nannte ſeinen Namen, auf der Letztern dringendes Begehren, und nun wurde die Thür endlich aufgethan. Miß Margaret, auf ein unordentliches Lager hinge⸗ ſtreckt, freute ſich nun eben ſo unſinnig, endlich ein lebendes bekanntes Weſen, einen Mann von Fleiſch und Bein, vor ſich zu ſehen, wie ſie vorhin gejam⸗ mert hatte, und von ihr erfuhr James, daß das


