Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Schloß von Geiſtern wimmele, alle Diener vor Furcht und Entſetzen entſprungen und ſie ſelbſt, keine Viertel⸗ ſtunde vor Morries Ankunft, aus ihrem Zimmer auf das der Miß Eliſabeth geflüchtet ſei, obgleich noch krank und elend, um nur nicht vom Geiſt der Frau Cauth erdroſſelt zu werden, der plötzlich drohend vor ihr geſtanden. Dem ſchlauen James fiel die Ruhe auf, in welcher ſich die danebenſtehende Sally und die in ihrem Bette im Nebengemach aufrechtſitzende Eliſa⸗ beth befanden, doch hatte er jetzt nicht Zeit, weiter zu forſchen und die in ihm aufſchießende Ahnung zu verfolgen, und wollte ſich eben mit dem angezündeten Lichte wieder empfehlen, als die Thür ſchnell aufge⸗ riſſen wurde, und Lord Kildare, ſich kaum mehr ähn⸗ lich, todtenbleich, mit hervorgequollenen, glanzloſen Augen, mit geſträubtem Haare, mit vorwärts geſtreck⸗ ten Händen und ausgeſpreizten Fingern hereinſtürzte, ein jammervolles Wehgeſchrei ausſtoßend:„Weh' mir! Weh' mir! O Donnels Geiſt! Sir Williams zürnen⸗ der Schatten verfolgt mich! Alle Geiſter der O'Don⸗ nel ſtürmen in dieſem ihrem Schloſſe auf mich ein. Rettet mich! Schützt mich vor ihnen!“ Und kraftlos ſank er auf Miß Margarets Lager, die, darüber von Neuem entſetzt, ſein Geſchrei mit dem ihrigen beglei⸗ tete. Miß Eliſabeth ſprang herbei und rief dem Lord zu:„Beruhigen Sie ſich, mein Vater! Ihre aufge⸗ regte Phantaſie täuſcht Sie. Sie haben nichts von Geiſtern zu fürchten. Es wird ſich Alles aufklären, beruhigen Sie ſich nur.“

Aber der Lord erwiderte weinend:„Holt mir den Magiſter Ephiſtone herbei, daß er meine Beichte höre und mir meine Sünden vergebe. Er ſoll dieſe Nacht bei mir zubringen. Holt ihn ſchnell herbei!“

Morries mußte ſich entſchließen, den Pfarrer aus