Weiß⸗Jungen angeſteckt worden? Dieſe Mörder, die mich blutrünſtig geſchlagen, ſollten befreit werden! Dieſen Mordbrennern, dieſen Teufeln ſollte vergeben werden! Kaum hat mich Unglückliche Lord Wexfords Tapferkeit, die die Beſtien eingefangen, etwas er⸗ quickt, ſo treten Sie mit dieſer abſcheulichen Bitte hervor, Miß Betty, und verſchlimmern damit meine Leiden.“
„Es thut mir leid,“ ſagte Eliſabeth kalt,„daß meine menſchenfreundliche Bitte Ihnen ſolche Be⸗ ſchwerde macht. Sie war nicht für Sie beſtimmt, ſondern für das Herz meines Vaters, und ich muß ſehr bitten, dieſem das Wort zu gönnen. Bedenken Sie wohl, Miß Margaret, wie viel Schuld Sie ſelbſt an dieſen traurigen Auftritten haben! Denken Sie an die alte Frau, die auf der Treppe des nun ein⸗ geäſcherten Schloſſes ihre morſchen Glieder zerbrach und unter unſäglichen Schmerzen ihren Geiſt aufge⸗ ben mußte, und ertragen Sie die Ihrigen mit Ge⸗ duld.— Von Ihnen, mein Vater, wünſch' ich einige Worte zu hören, aber Worte des Friedens, der Be⸗ ruhigung, der Liebe, der Verſöhnung. Schenken Sie mir die Gefangenen, ſchenken Sie mir Verzeihung für die Andern.“
„Wo denkſt Du hin, Betty,“ verſetzte der Lord, während Margaret, weinend vor Verdruß, ihren zer⸗ ſchlagenen Kopf in das Kopfliſſen verbarg.„Deine Bitte zeugt von Deinem guten Herzen, aber ich be⸗ daure ſehr, ſie Dir nicht gewähren zu können. Den ſtrafenden Arm der Gerechtigkeit aufzuhalten, iſt ein Frevel, der ſich an ſeinem Vollbringer rächt. Dieſe gräßlichen Menſchen ſind nicht an mir allein zu Ver⸗ brechern geworden; ſie haben ſich an der Geſellſchaft


