Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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hätte, bediente unverdroſſen ihren Vater, und Sally ging ihr freundlich zur Hand. Der Lord forderte ſeine Tochter auf, ihm umſtändlich zu erzählen, wie es ihr unter den Mordbrennern ergangen ſei, und Eliſabeth erfüllte ſeinen Willen, nicht ohne die gute und zarte Behandlung, die ſie von den Rebellen erfahren hatte, hervorzuheben und zu rühmen.

Mein Vater, fügte ſie dann, nach einem mi⸗ nutenlangen Schweigen hinzu, indem ſie ſeine Hand ergriff,Ihre Tochter iſt Ihnen wiedergegeben, zu⸗ rückgebracht von einem edlen Manne, den Sie nicht lieben, und der Gründe von der verſchiedenſten Art hatte, ſich meiner Perſon zu verſichern, die, ich ge⸗ ſtehe es ja, ſich nicht ganz ungern von ihm hätte zurückhalten laſſen. Er hat ſeine Liebe und ſeinen Haß gleich ſiegreich bekämpft und mich wieder in Ihre Arme gelegt. O, möchte Ihre Vaterfreude über meine Wiedererlangung mir ein Geſchenk nicht ver⸗ ſagen, das ich, die Gerettete, von Ihnen erbitte! Ihre Liebe kann und darf es mir nicht abſchlagen, mein Vater!

Und was wünſcht mein geliebtes Kind von mir? fragte der Lord gütig und ließ einen gewäh⸗ renden Blick über Eliſabeths blühende Schönheit hin⸗ gleiten.

Schenken Sie mir die gefangenen Rebellen und, machen Sie eine allgemeine Amneſtie für alle in die⸗ ſer Nacht von dem empörten Volke erlittenen Unbilden bekannt.

Kildare's Stirn hatte ſich raſch umdüſtert und, die Hand zurückziehend, wollte er eben finſtern Blicks antworten, als ihm Miß Margaret zuvorkam, die die Stimme keifend erhob:Wie? Iſt Mylady vom Dä⸗ mon der Rebellion ergriffen, vom Wahnſinn der