Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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ſein, wie irgend Jemand, der uns ein theures, ver⸗ lornes Kleinod zurückbringt.

Der Lord ſtattete mit kalten und ſtreng abge⸗ meſſenen Worten auf eine hohe und feierliche Weiſe ſeinen Dank ab, während einestheils die Zweideutig⸗ keiten ſeiner geſuchten Rede den Zweifel an O'Don⸗ nels Unſchuld deutlich verkündeten, anderntheils ſein Stammeln das große Erſtaunen über O'Donnels Er⸗ ſcheinen verrieth.

Ich finde mich hinreichend in dem Dienſte ſelbſt belohnt, Mylord, entgegnete O'Donnel,welchen ich ſo glücklich war, Ihrer liebenswürdigen Tochter leiſten zu können. Auf Ihre Zweifel war ich ſchon gefaßt, als ich die Befreiung von Miß Eliſabeth unternahm. Doch ſchreckte mich der Gedanke davon nicht ab, dieſe heilige Pflicht zu erfüllen. Sollte Ihre evle Tochter nicht im Stande ſein, jene zu heben und mich von jedem Verdacht zu befreien, ſo genügt es mir, wenn ich vor der Einen gerechtfertigt daſtehe, welche mir mehr gilt, als das Urtheil einer ganzen Welt.

Stumm führte er Eliſabeths Hand, die ſie ihm zum Abſchied gereicht, an ſeine Lippen.Ich fühle tief, was ich Ihnen ſchulde, Sir Lewis, ſagte ſie mit kaum hörbarer, von Thränen faſt erſtickter Stimme, doch Worte, Redeformen, kalte Laute ſind nicht im Stande, das auszudrücken, was jetzt mein Herz ſo tief bewegt. Die Zukunft, Sir Lewis, wird entſcheiden, ob Eliſabeth des großen Opfers würdig iſt, welches Sie ihr heute gebracht haben!

Sanft entzog ſie ihm die Hand, die er während dieſer Worte feſt in der ſeinigen gehalten hatte, und blickte, unter Thränen lächelnd, ſchmerzlich zu ihm auf; dann wandte ſie ſich zu ihrem Vater, um mit kind⸗ lichem Gefühle ſich nach dem Befinden deſſelben zu