Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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überhand nehmenden Morgenhelle eine anſehnliche Rei⸗ terſchaar, Lord Wepford an der Spitze, daher ziehen. In der Mitte derſelben gingen gefeſſelt und an Pfer⸗ deſchweife gebunden Samuel Dunfoore, ſein Sohn Patrik und noch fünf andere Gefangene. Der Greis ſah ernſt und gefaßt vor ſich hin; er ſchien in ſein unvermeidliches Schickſal ergeben. Auf den Geſichtern der Uebrigen malte ſich Verzweiflung. Das verſam⸗ melte Volk ſchrie laut auf bei ihrem Anblick; es war ein herzzerreißender Jammerſchrei.

Am Parkhauſe angekommen, warf ſich Wezford vom Pferde und eilte hinein.Triumph! rief er dem ſich erhebenden Kildare entgegen.Die Buben ſind theils gefangen, theils erſchlagen. Das hatten ſie ſich nicht gedacht, daß die Sache in Tipperary be⸗ reits abgemacht, und ich ſchon zurückgekehrt ſei. Wahr⸗ lich, zur rechten Stunde traf ich ein. Hab' ich Ihnen auch Ihr Schloß nicht erhalten können, Mylord, ſo hab' ich doch die verruchte Bande vernichtet, die Ihr Schrecken war und Sie in dieſen elenden Zuſtand ver⸗ ſetzt hat.

Aber meine Tochter? Haben Sie mein Kind be⸗ freit, Mylord, und bringen es mir zurück?

Werford zuckte mit den Achſeln und erwiderte: Der edle Sir Lewis O'Donnel iſt mir leider zuvor⸗ gekommen. Es leidet keinen Zweifel, daß er ſich mit ihr in ein Schiff geflüchtet, das ſie nach Frankreich trägt. Dieſer Verluſt trifft mich nicht minder, als Sie, Mylord.

Kildare legte ſich auf das andere Ohr und zeigte dem tapfern Obriſten nicht die mindeſte Theilnahme mehr. Was hätte ihn dieſer Mann auch ferner noch intereſſiren können, da durch Eliſabeths Raub jeder Plan auf eine Verbindung mit Werford vernichtet