Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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des Ohr Pferdegewieher durch die Stille der Nacht; ich ſchlich dem Tone nach. In einem Hohlwege find' ich einen Knaben, der Sir Lewis mir wohlbekanntes Pferd, den Abdul, hält. Ich mache mich an den Jungen und erfahre in wenig Augenblicken von der Unſchuld, daß Sir O'Donnel mit Dunfoore nach der Schlucht gegangen iſt, wo die Uebrigen ſich auch be⸗ finden. Ich wußte genug und ging zurück. Am Ein⸗ gange der Felſen war Lord Werford mit ſeinen Rei⸗ tern zurückgeblieben; ſie ſaßen ab, luden ihre Karabiner und Piſtolen, und vorſichtig führte ich ſie auf Felſen⸗ pfaden, die außer mir Wenigen bekannt ſind, nach der Höhle hinab. Wir umgingen auf dieſe Weiſe die mei⸗ ſten Wachen. Der Kampf war hart und blutig, die Kerle haben ſich gewehrt, wie Teufel. Ich habe mich fern gehalten; denn das Volk darf nicht wiſſen, daß ich die Soldaten geführt; ſonſt wär' es morgen um mein Leben geſchehen.

Du haſt recht, mein braver Burſche. Und ich brauche Deine Hülfe noch längere Zeit, als bis mor⸗ gen. Das Eine empört mich, daß Ihr den ſaubern O'Donnel nicht in der Falle gefangen habt. Und auch meine Tochter habt Ihr nicht?

Auch ſie iſt entflohen; ob gezwungen oder frei⸗ willig, wer will's behaupten?

O, daß ich das erleben muß! Mir mein Kind zu rauben! Der Schändliche! Darauf war ich nicht gefaßt. Ich traute dem äußern Schein ſeines Edel⸗ ſinnes, und nun wird mir's erſt klar, daß er aus keiner andern Urſache aus Frankreich herübergekommen iſt, als dieſe Rache an mir zu nehmen. Zetzt iſt er mit dem geraubten Mädchen dahin zurückgekehrt. Aber warte nur, Bube, Du ſollſt auch in Frankreich keine Ruhe vor mir haben!