Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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Miß werde den Geiſt aufgeben, wenn er fortfahre ſie zu ärgern.

Dies ſchien auf den Unwilligen Eindruck zu ma⸗ chen; er ſprach einige begütigende Worte zu der Ge⸗ kränkten, winkte Tim an ſein Bett heran und befahl ihm, leiſe zu reden.

Ich kann mich kurz faſſen, verſetzte dieſer.Wir haben die Mordbrenner richtig in ihrer Raubhöhle er⸗ wiſcht. Viele davon liegen todt in den Klüften der Teufelsmauer; Einige, und darunter den alten Rä⸗ delsführer Dunfvore mit ſeinem jüngſten Sohn, ha⸗ ben wir gefangen genommen. Viele haben ſich durch die Flucht gerettet, und unter dieſen befindet ſich lei⸗ der Sir Lewis O'Donnel mit der geraubten Lady Eli⸗ ſabeth.

O'Donnel! kreiſchte der Lord auf.War er wirklich unter dem Raubgeſindel? Vielleicht gar ihr Anführer?

Zweifelsohne. Als ich Sie verließ, um auf Ih⸗ ren Befehl, Mylord, dem Lord Werford zur Aufſpü⸗ rung der M n behülflich zu ſein, ver⸗ muthete ich gleich, daß ſie ſich in die Höhlen der Teufelsmauer zurückgezogen haben würden. In der größten hauſ'te nämlich der alte Dunfvore, ſeit Ihr Pächter ihn aus dem Hauſe werfen ließ, nebſt einigen Andern, denen Aehnliches begegnet iſt. Ich zog ſchnell mein Hemd über die andern Kleider, entſtellte mein Geſicht, ſo gut ſich's in der Eile thun ließ, mit Aſche und Kohle des brennenden Schloſſes und kroch vorſich⸗ tig durch das Geſtein der Drachenkrone. Meine Ver⸗ muthung, daß ſie dort Wachen ausgeſtellt haben wür⸗ den, betrog nicht; ich ſah hier und da einen Weißkittel auf einem Peſeneſnpze im ſchwachen Mondlicht ſchimmern. Bald vernahm mein lauſchen⸗

Storch, ausgew. Romane u. Novellen. VII. 16