Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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Infamer Schuft! ſchimpfte die Miß emporfah⸗ rend, aber ein ſtechender Schmerz preßte ihr einen heftigen Schrei aus, mit welchem ſie auf das Lager zurückſank. Mit thränender Wuth und zorngereizter Stimme ſchrie ſie:Mylord, wie können Sie leiden, daß mich dieſer Wechſelbalg mit frecher Stirn ſchmäht und beleidigt! Es wird mein Tod ſein, ſag' ich Ihnen!

O meine Werthe! verſetzte Kildare ziemlich gleich⸗ gültig,ich kann nicht umhin, den Vergleich des klei⸗ nen Manues hier als ſehr treffend anzuerkennen. Für⸗ wahr, hätten Sie etwas mehr Verſtand gehabt, als Prinzeſſin Tauſendſchön, ſo ſtände mein ſchönes Schloß noch, und wir lägen Beide nicht hier an allen Glie⸗ dern zerſchlagen.

Warum ſind Sie meinen Eingebungen gefolgt, die doch, Ihrer eigenen Ausſage nach, ſo dumm wa⸗ ren? eiferte die Dame.Dies iſt wahrlich keine Empfehlung Ihres eigenen Verſtandes.

Freilich bin ich ein Thor geweſen, aber Sie ſol⸗ len mich nicht vergebens daran erinnert haben. Ich werde auch ohne Sie leben können. Und nun bitte ich, Ruhe zu halten; denn ich bin ſehr begierig auf Tims Bericht.

Aber Miß Margaret ſchrie und ſchluchzte und zeigte ſich ganz ungeberdig; des Parkwärters Frau kam hinzu, um ihr beizuſtehen, und verſicherte den Lord, die

ten Königs, Tauſendſchön und Tauſendklug, hatte es ähn⸗ liche Bewandtniß. Die erſte war die größte Schönheit, aber über alle Begriffe dumm, doch beſaß ſie ebenfalls durch eine Fee die Eigenſchaft, einem menſchlichen Weſen von ihrer Schönheit ſo viel mitzutheilen, wie ſie wollte. Ruprecht und Tauſendſchön lernten ſich kennen, halfen einander aus und wurden ein Paar.