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Zwar zitterte ſeine Stimme, als er die folgenden Worte ſprach, zwar lag um ſeinen Mund noch tiefer Jammer, aber er führte es glücklich durch und unter⸗ lag ihm nicht.
„Sie haben mich geliebt, Sir, wie unter den Le⸗ benden Keiner; Gott allein weiß es, wie dankbar ich dafür bin! Sie entlaſſen mich Ihres Dienſtes, der mein Glück war, und auch für dieſe Strafe bin ich dankbar; denn ich fühle am beſten, wie ſehr ich ſie verdient habe. Als Ihr Diener geziemt mir zu ſchwei⸗ gen; jetzt da ich es nicht mehr bin, erlauben Sie mir nur einige Worte zu meiner Entſchuldigung. Thaten ſollen für mich reden. Lord Kildare hat ſeit drei Jah⸗ ren zwei der bravſten Männer aus unſerer Graf⸗ ſchaft hängen laſſen, weil ſie in der Verzweiflung, in die ſie der Elende geſtürzt, ſich an ſeinen Quälgeiſtern, die Gott verdammen möge! vergriffen hatten. Sie finden die nächſten Verwandten dieſer unglückſeligen Opfer hier unter uns. Lord Kildare überfiel mich im vorigen Jahre, in jener Nacht, als meine Mutter ge⸗ ſtorben war, in eigner Perſon; er ließ mich mit mei⸗ nem jungen Weibe und meinem Bruder aus der Hütte werfen. Mindert es ſeine Grauſamkeit, daß ich Ob⸗ dach, Unterhalt und das edle Herz eines Gebieters auf Ihrem Schloſſe fand, Sir Lewis?— Nun komme Du her, Judy Leghan!“ rief er wilder, faßte ſeine Schwiegermutter, die auf den Ruf ihres Namens aus der Höhle getreten war, bei der Schulter und führte ſie ſo gewaltſam dicht vor O'Donnel; hier riß er ihr die Binde vom Geſicht und das aus dem Kopfe ge⸗ ſchworene Auge ſtarrte eiternd, ſchwarz, grün und gelb, und von der Flamme des Feuers fürchterlich beleuchtet, den entſetzten Zuſchauern entgegen. Michaul fuhr mit geſteigertem Affect fort:„Dieſes Auge ver⸗


