Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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Eine O'Neil und ein O'Donnel hier beiſam⸗ men! ſagte er feierlich.Sproſſen zweier ächt iri⸗ ſchen Familien, die einſt die reichſten und mächtigſten in dieſem Lande waren, als es noch blühend und glücklich war. Ach, das iſt lange her, und jene bei⸗ den Namen ſind arm und unbedeutend geworden! Dort ſitzt ſie, die Arme, die von Rechtswegen die Erbin eines großen Fürſtenthums ſein müßte, von der Natur durch Adel und Schönheit der Geſtalt eine große Rolle zu ſpielen, beſtimmt, von britiſcher Geldgier beraubt und in die Hefe des Volks hinabge⸗ ſtoßen! O England, wann wird über dich die Ver⸗ geltung kommen!

Sie iſt ein Liebling der Miß Eliſabeth Kildare, fügte Michaul noch hinzu,und iſt oft bei derſelben drüben in Lindſayhall.

Edles wird von Edlem angezogen, ſagte Le⸗ wis mehr zu ſich, als zum Bräutigam und ſtand auf, ging zu Sally, faßte ihre Hand und ſagte ge⸗ rührt:Schöne Sally O'Neil, laß Dir die Verſi⸗ cherung geben, daß ich Dein warmer Freund bin und nichts mehr wünſche, als Dir gefällig zu ſein. Unſere Häuſer waren einſt vielfach verſchwägert und ver⸗ zweigt, und ſo begrüß' ich Dich als mein Bäschen.

Sally wollte antworten, aber ein Thränenſtrom erſtickte ihre Stimme. Schluchzend warf ſie ſich der Braut an die Bruſt. Als ſie ſich gefaßt hatte, trat ſie herzu und dankte in gewählten Worten für die gütige Theilnahme des Baronets für ein armes Kind, wie ſie ſich nannte; und Lewis trug ihr die freund⸗ lichſten Grüße an ihren Vater auf.

Unvermerkt hatte ſich unterdeſſen der Abend ein⸗ gefunden und legte ſich kühlend auf die erhitzten Hoch⸗ zeitgäſte.