Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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guter Katholik. Der Schloßkaplan, Pater Emerentius Gott ſchenk ihm den ewigen Frieden! war mein Freund, und oft ſpeiſte ich mit ihm an Ihres Vaters Tiſche; manche Flaſche alter Wein wanderte von Lind⸗ ſayhall in mein ärmliches Haus und befeuerte meinen Eifer für die unterdrückte Sache unſerer Kirche. Möch⸗ ten Sie in ſeine Fußſtapfen treten, Sir Lewis! Seit ein Proteſtant in dem Schloſſe wohnt, ſino meine Tage freudlos dahin gefloſſen.

O'Donnel gab dem wehmüthigen alten Manne lächelnd die tröſtlichſten Zuſicherungen, und der Pater verſprach alle Segnungen ſeiner Kirche.

Ein Tiſchtuch, noch eine Reliquie aus der Zeit, wo Michaul's Vater herrſchaftlicher Diener geweſen war, und das nur die Stelle der Tafel, wo das Brautpaar geſeſſen, bedeckte, war unterdeſſen von Brot⸗ krumen und andern Speiſereſten geſäubert und wieder⸗ um vor dem gefeierten Gaſte ausgebreitet worden, den man denſelben Platz, den ehrenvollſten am heutigen Tage, einzunehmen bat.

Die Mutter der Braut, Frau Judy Leghan, brachte ſchnell einen friſch geröſteten Haferkuchen herbei; die Letztere, die ſchöne Moya, ſetzte unter vielen Ent⸗ ſchuldigungen,dem edlen Herrn, deſſen Gaumen ſicher nur an ſaftiges Roaſtbeef und an andere vornehme Speiſen, von denen ihnen Mic oft erzählt, gewöhnt wäre, mit nichts Beſſerem aufwarten zu können, eine große Schüſſel mit Weißkohl und gepökeltem Schweine⸗ fleiſche, ſo wie einen Teller voll der größten und aus⸗ erleſenſten jungen Kartoffeln vor, deren gelblich weißes Innere einladend durch die geborſtene Schale hervor⸗ blickte; und Michaul Dahna, der, hocherfreut, ſeinen jungen Herrn wieder einmal bedienen zu können, Hochzeit und Braut vergeſſen zu haben ſchien, ſtellte