volks nachgeben und zu einer Collation in das Haus eintreten, wohin ihm Dunfvore folgte. Im geräumigen Zimmer des Wirthshauſes fand der neue Hochzeitgaſt bereits eine Anzahl Greiſe um einen Tiſch verſammelt, lauter achtunggebietende Ge⸗ ſtalten, ergraut und gebeugt von der Laſt der Jahre, der Arbeit und des Kummers, heute in freundlichem Geſpräche verkehrend mit dem hochwürdigen Pater Auguſtin OKelly, ihnen gleich an Alter und trüben Erfahrungen, wie an Ehrwürdigkeit der Erſcheinung. Der katholiſche Prieſter, ärmlich in Kleidung, wie ſeine dürftigen Beichtkinder, von deren milden Gaben er leben mußte, war heute von Bantry, ſeinem Wohn⸗ orte, herübergeritten; denn die ſonſt ſo rüſtigen Beine, die ihn ein halbes Jahrhundert weit in der Umgegend zu ſeinen Amtsfunctionen getragen hatten, hielten jetzt den Weg einiger Meilen nicht mehr aus, und ein etwas begüterter, frommer Pächter hatte ihn mit einem ebenfalls ſehr alten, halb blinden Gaule beſchenkt, der den Prieſter zum Troſt der Dörfler nun ſicher umher⸗ trug, und das Brautpaar hatte durch ſeine Hand die kirchliche Weihe empfangen; nun hielt ihn die Bitte der Vereinigten und die Geſprächigkeit der Alten zurück, und koſend blies er die blauen Wolken aus ſeiner Tabackspfeife, die einzige Labe ſeines nicht ſorgenfreien Alters.
„Ich grüß' Euch mit Reverenz, hochwürdiger Herr!“ redete O'Donnel den Pater an, und dieſer hatte kaum von Michaul erfahren, wen er vor ſich habe, als er in froher Ueberraſchung ausrief:„Meinen beſten Segen
auf Dein Haupt, getreuer Sohn der heiligen Mutter
Kirche! O, es waren doch noch andere Zeiten, als die Herren von Lindſayhall der wahren Kirche ange⸗ hörten, und Ihr Vater, Sir Lewis, war ein eifriger,
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