Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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und ſchaudert mich zu dieſer Stunde noch, wenn ich daran denke; der Almanſor that einen Querſatz, Sie

waren bügellos; das Pferd wurde wild, that einen

Sprung, pautz! dort lag mein Herzenskleinod, und der Schimmel ſauſte nach der Heideſchenke zu. Ich, wie der Sturmwind von meinem Falben herab wiſſen Sie noch, ich ritt die alte Mary, es iſt mir wie geſtern hilf heilige Maria und Joſef! der Kopf blutet, da hier, zeigen Sie her, Sir, über dem linken Auge! Richtig, hier iſt die Narbe! Heiliger Patrik, kein Athemzug mehr! Der Junge ſtreckt alle Viere, wie ein geprellter Fuchs. Ich ſchrie ganz verzweifelt, als ob mich der Teufel beim Hoſenbund hätte; ach! ich glaubte Sie mauſetodt, Sir. Der Schrecken war mir in die Glieder gefahren, ich lag daneben, wie ein leerer Kartoffelſack, und ſchrie nur und wimmerte, daß es einen Stein hätte erweichen können. Plötzlich redete mich eine helle Stimme an, ich ſah empor und er⸗ blickte Peppy Toole, die alte Wirthin aus der Heide⸗ ſchenke, neben mir. Damals war ſie freilich noch nicht ſo alt, wie jetzt, aber wahrlich ein eben ſo be⸗ herztes Weib! Wir waren keine zweihundert Schritte von ihrem Gehöfte; Sie wiſſen ja, wo der Galgen ſteht. Das ledige Pferd, das ihr vor die Thüre ge⸗ laufen war, machte ſie ſtutzig, und mein Geſchrei leitete ſie auf die rechte Spur. So fand ſie uns, zwei niedergeworfene Menſchen. Den Kleinen, verzeihen Sie, Sir, ich wollte ſagen Sir Lewis, nahm ſie in ihre ſtarken Arme und trug ihn nach der Schenke, mir aber überließ ſie die Wahl, wie ich hinterher kommen möchte; ich half mir fort, ſo gut es eben ging. In der Schenke wuſch ſie Ihnen die Wunde mit warmen Eſſig aus, rieb Ihnen die Schläfe, hielt Ihnen Krauſemünzwaſſer unter die Naſe und brachte