Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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und Sonne gebräunte breite Bruſt frei. Kurze weiß⸗ leinene Hoſen und weißbaumwollene Strümpfe machten ſeinen übrigen Hochzeitsſtaat aus, der dem ſechzehn⸗ jährigen Jungen übrigens recht gut ſtand.

Verneige Dich tief vor dem Erben des Hauſes und Namens, deſſen treuer Diener ich von Kindes⸗ beinen an war! redete ihn der Alte gebieteriſch an, und Paddy kratzfüßelte, hinten ausſchlagend wie ein Füllen, und den breiten Strohhut abreißend, vor Sir Lewis.

Küß' ihm den Rock und erkenne ihn als Deinen Herrn an, wie er's auch wahrhaftig und vor Gott iſt, wenn auch nicht mehr vor ſchlechten Menſchen, die jetzt Gewalt und Herrſchaft über uns haben! befahl der Greis weiter, und der Sohn erfüllte gehor⸗ ſam des Vaters Willen.

Siehſt Du, das iſt Sir Lewis, der Sohn des Sir William und der Enkel des Sir Harry, von denen ich Dir ſo viel erzählt habe. Dies iſt Sir Lewis, den ich zum erſtenmal auf ein Pferd geſetzt; ach, es war Judy, der Goldfuchs Gott hab' ihn ſelig! Nachher als es ſchon bügelgerecht ging, ſchenkte Ihnen Ihr Herr Vater den Almanſor, den Perl⸗ ſchimmel; da flogen wir Beide über Stock und Stein. Und einmal des Abends, es war ſpäter an der Jahres⸗ zeit, als jetzt, denn die Felder waren ſchon leer, und die Nacht brach früh herein, da ſcheuete Ihr Pferd vor der mit Geräuſch und Geſchrei vom Galgen drüben auf der Heide aufbrechenden Rabenſchaar. Am Gal⸗ gen hing Matty Whlandigh, der Raubmörder; unter Ihres Herrn Vaters Regiment hier hängte man nur ſolches Gelichter und nicht ehrliche Leute, wie heut zu Tage der Kerl baumelte im ſcharfen Herſt⸗ abendwind; mir ſelbſt ging's eiskalt durch die Seele,

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