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und ſingender Menſchen bunt durcheinander. Alle waren im beſten Staate, d. h. in den abgetragenen Kleidern der Männer war gerade kein großer Riß zu ſehen, und ein neues Band ſchmückte vielleicht das Mieder oder das Haar der tanzenden Weiber und Jungfrauen.
Neugierig, die Urſache dieſer Fröhlichkeit zu er⸗ fahren, ſtieg der Reiter, die ihn ſchnell umringende Menge freundlich grüßend, vor dem Hauſe ab und wurde gar bald durch zwanzig und mehr Stimmen belehrt, daß Michaul Dahna, der an der nahen Teu⸗ felsmauer wohne, ſeine Hochzeit feiere, zu welcher jeder Fremde, der keinen Anſtoß an ihrer Armuth nehme, ein willkommener Gaſt ſei.
„Iſt's etwa Tom Dahna's Sohn, des ehemaligen Parkwärters Sir William O'Donnel's?“ fragte der Fremde.
„Derſelbe, Sir; und zwar ſehen Sie ihn vor ſich in meiner ganz ergebenen Perſon,“ erwiderte ein ſo eben hinzutretender junger Mann mit klangvoller Stimme, in deſſen angenehmen Zügen natürliche Gut⸗ müthigkeit, iriſche Verſchlagenheit, Muth und Verwe⸗ genheit— der hervorſtechende Charakterzug der Kin⸗ der dieſes Eilandes— mit einander gepaart waren. „Doch wie? Iſt's möglich?“ fuhr der Dörfler betrof⸗ fen fort,„darf ich auch diesmal meinen geſunden Augen trauen, die mich ſonſt nie betrügen? Sind Sie es wirklich, Sir Lewis? Sir Lewis O'Donnel, unſer theurer, vielgeliebter, junger Herr?“ Und raſch den Hut ziehend, trat er mit einer tiefen Verbeugung ſo nah, wie es der Anſtand erlaubte, und warf einen prüfenden Blick auf den Fremden; dann aber rief er den Umſtehenden triumphirend zu:„Hierher, Freunde und Landsleute! Hierher zu mir! ſage ich. Ja, ja,


