er iſt's! der einzige Sohn unſeres ſeligen Herrn Sir William O'Donnel! Beim heiligen Patrik, es iſt unſer lieber Sir Lewis, Herzenskrone und köſtliches Kleinod! Gottes Segen über ihn und ein langes fröhliches Leben bis in's höchſte Alter!“
„Heil und Segen, langes Leben und guten Fort⸗ gang dem Sohne Sir Williams, Herzenskleinod!“ rief der jubelnde Chor, und Jung und Alt drängte ſich herbei, um den geliebten und hochgeehrten Jüng⸗ ling zu bewillkommen, ihm die Hand zu drücken, oder wenigſtens in das freundliche Auge zu ſehen.
„Ja, mein ehrlicher Mic, ja, Ihr guten Leute, der Sohn Eueres ehemaligen Gebieters iſt wieder unter Euch, aus fernen fremden Ländern heimgekehrt mit der alten Liebe für Irland und deſſen armes treues Volk; und ich freue mich von ganzem Herzen, daß ich wieder bei Euch bin.“ So ſprach der Neuange⸗ kommene, nachdem ſich die Menge etwas beruhigt hatte.„Beſonders aber iſt es mir ſehr lieb, mein guter Burſche,“ wandte er ſich freundlich lächend zu Dahna,„daß ich gerade zu Deinem Ehrentage hier eintreffe.“
In dieſem Augenblicke machte ſich ein alter, ſehr langer Mann, deſſen kahles ſpitzes Haupt über alles Volk emporragte, mit dürren weitgreifenden Armen Platz durch das um den jungen Baronet dichtſtehende Gedränge. Sein Geſicht, braun und runzlich, wie altes zuſammengeſchrumpftes Büffelleder, mit weither⸗ vorſpringender ſpitzer Naſe, kleinen Augen und ſehr niedriger Stirn, wodurch es die überraſchendſte Aehn⸗ lichkeit mit einem Aasgeier erhielt, hatte jetzt den fla⸗ granten Ausdruck einer ſtaunenden Freude, und ſeine Augen funkelten begehrliche, haſtige Blicke auf den
jungen Edelmann, während ſein kleiner, knapp um


