Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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239 bäumen ſich. Ha! ha! Herrlich! Göttlich! Umklam⸗

mere mich, mein Geliebter! Hu, wie tobt der Sturm!

Wie raſt das Meer! Das iſt Wolluſt! Sei doch nicht ſo heftig! Du haſt ja ein Weib. Norcroß, Noreroß halte mich!

Sie kreiſchte immer lauter, Norcroß ſtarrte ſie be⸗ ſtürzt an. Der Irrenwärter rief:Hoho! Sie fängt an zu rappeln! Soldaten von der Wache kamen herbei, packten die Unglückliche und führten ſie fort.

Bald darauf hörte Norcroß, ſie ſei geſtorben.

Einige Jahre darauf hatte der Gefangene einen andern ihm lieben Beſuch. Ein ſchlanker, ſchöner Mann mit einem netten Weibe am Arme trat in das Zimmer. erß kannte ſie nicht. Da gab ſich ihm der junge Mann als Juel Swale zu erkennen. Nor⸗ croß weinte Freudenthränen, Juel aber Thränen des bitterſten Schmerzes über das Loos ſeines Herrn und Meiſters. Das Weibchen war Jane, ſeine Frau. Juel erzählte ſeinem unglücklichen Kapitän, wie er nach Madagaskar gegangen und dort reich geworden, hernach nach Schweden zurückgekehrt und als. mann auf einem Linienſchiff angeſtellt worden ſei. habe er Janen ihm noch treu gefunden und

Einen ganzen Tag blieb Juel, dann nahm er unter Thränen Abſchied. Aber noch mehrmals be⸗ ſuchte er ſeinen glbten Kapitän. Denn ſechszehn Jahre ſaß Norcroß im Käfig, dann wurde er auf

der Königin Mutter herausgelaſſen und der

Bauer weggeräumt. Er bedankte ſich nicht für dieſe Gnade. Sein Bart war ſo lang, daß er ihm bis zu den Füßen reichte. Die Unruhe ſeines Gemüths

verließ ihn nie. In den Boden des Bauers hatte er eine tiefe Spur getreten. Wüthend wurde er, daß man ſeine Mäuſe verjagt hatte. Ja, er begehrte trotzig ſeinen Bauer wieder.