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hier bis hinab in den Graben. Er fand es für das Gerathendſte, hier ein zweites Loch zu graben, und holte, kurz entſchloſſen, ſeine ſchlechten Werkzeuge her⸗ bei. Aber hier fand er eine weit ſchlimmere Arbeit. Dieſe Steine waren hart und dürr, der ſie verbin⸗ dende Kalk weit ſpröder. Doch Norcroß ließ ſich durch nichts abſchrecken; mit der Zahl der Hinderniſſe ſtieg ſein Muth. Die Mühe war unſäglich, eh' er nur ein kleines Loch hatte; denn das Schinkenbein hatte ſich abgeſtumpft und mit der Scheere vermochte er demſelben nicht viel Schärfe wieder zu geben. Er vergoß Ströme von Schweiß und blutete unter den Nägeln hervor, aber er raſtete nicht einen Augenblick, und fühlte auch keine Schmerzen. Als die Thurm⸗ glocke zwei Uhr ſchlug, war er bis an den äußerſten Stein. Nun trat eine neue Schwierigkeit ein. Dieſer Stein war nämlich von außen in die Mauer einge⸗ ſetzt und konnte alſo nicht hineinwärts gezogen werden. Norcroß mußte auf die Gefahr hin, ein nicht unbe⸗ deutendes Geräuſch und die ohnfern auf dem Walle ſtehenden Wachpoſten aufmerkſam zu machen, den Stein von innen hinaustreten. Er legte ſich auf die Trep⸗ penſtufen rücklings und trat mit voller Kraft drei bis viermal wider den Stein, bis er hinausfuhr und in den Graben hinabſtürzte. Den Kopf durch das Loch geſteckt, horchte der verwegene Mann aufmerkſam hinaus, aber ruhig und lautlos lag die Nacht vor ihm, nur eintönig unterbrochen durch den regelmäßigen Pendul⸗ ſchlag der nahen Thurmuhr. Die dunkle Tiefe unter ſeinem Blick gähnte ihn ſchauerlich an, zum erſtenmal grauſte ihm vor dem Gedanken, ſich hier hinabzulaſſen. Aber ſogleich beſtrafte er ſein Herz für die Feigheit und entſchloß ſich, eher zu ſterben, als ſich auſ's Neue greifen zu laſſen. Hurtig machte er das Loch geräu⸗ 14*


