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ſeiner Wohlthäterin gereicht worden war, und wand die Stücken um das Strohſeil. Endlich brach er ſeine Pritſche von einander, um das eine etwas ſpitzige Bein derſelben ebenfalls zu benutzen. Nach dieſen vorläufigen Anſtalten griff er Abends rüſtig und mit glühendem Muthe zur Arbeit, als es auf dem nahen Kirchthurme zehn Uhr ſchlug. Mit dem Schinkenbein, einer alten abgebrochenen und halb verroſteten Scheere, die er bei ſeinem täglichen Spaziergang im Kothe auf dem Hofe gefunden und unbemerkt zu ſich geſteckt hatte, und mit dem Bein der Pritſche durchbrach er in Zeit von einer und einer halben Stunde furchtbar angeſtrengter Arbeit die Wand, welche aus mürbem feuchten Sandſtein und Kalkgerülle beſtand. Als er nur erſt das kleinſte Loch hatte, um mit der Hand durchzugreifen, ſo riß er mit Rieſenkraft, die ihm ſeine Lage lieh, die Steine heraus und hatte das Loch bald ſo groß, daß er mit dem Körper durchſchlüpfen konnte. Nun zog er ſeinen Ueberrock aus und kroch durch das Loch. Er war im bloßen Hemde, Beinkleidern und leinenen Strümpfen. Seinen Rockelor zerrte er durch das Loch nach. Nun war er zwar auf der Treppe, aber zu ſeinem Schrecken ſah er hinter ſich die Haus⸗ thüre, welche in ſtark bewohnte Caſernen ging, vor ſich aber Trepp auf eine zweite Thüre. Die Dunkel⸗ heit der Nacht ließ ihn nicht viel erkennen; er tappte und fühlte, daß auch dieſe Thüre verſchloſſen ſei. Sie mußte er durchaus öffnen, wenn er zum zweiten Stock⸗ werk hinauf wollte. Er fing alſo an, ſich mit dem Rücken, nach den Angeln zu, dawider zu ſtemmen, und aus Leibeskräften zu heben. Es glückte, die Thüre ſprang aus dem Schloſſe und fuhr ohne großes Ge⸗ räuſch auf. Er ging hindurch, betrachtete ſich das Local und ermaß im Geiſte die mögliche Höhe von
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