Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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hört hatte. Er ahnete nicht, daß die giftige Natter in ſeiner Nähe ſei.

Gerd von Raben meinte, er müſſe ſeinen Witz auf Koſten des Unglücklichen geltend machen.Seht, ſagte er grinſend,jetzt gäbt Ihr mit der närriſchen Frie⸗ derike von Gabel im Tollhauſe ein gutes Geſpann. Es iſt wahr, Ihr ſeid wie für einander geſchaffen.

Noreroß' erloſchenes Auge blitzte auf, aie ſein Ohr vom Schalle des geliebten Namens getroffen wurde. Es ruhte dann mit einem gewiſſen Mitleiden auf Rabens Geſichte.

Ja, ſeht, fuhr der Geheimerath ſelbſtgefällig fort, und ſpielte mit den Ordenskreuzen an ſeiner Bruſt, dieſes alberne Geſchöpf ſchlug meine Hand aus, um ſich an Euch wegzuwerfen, dafür hat ſie Gott geſtraft und ihr 6 Verſtand verwirrt.

Norcroß ſchauderte über die Meinung des beſtern⸗ ten Mannes von Gottes Strafgericht, und ſchwieg, aber in ſeiner Bruſt entzündete ſich an der Nichts⸗ würdigkeit dieſes Menſchen wieder das Fünkchen eines beſſern Selbſtgefühls, das ihm allmälig Kraft und Vertrauen zurückgab.

Herr, ſagte er mit feſter Stimme,ich kenne Sie nicht, und weiß nicht, womit ich Sie gekränkt habe, daß Sie mich unter aler Menſchlichkeit behan⸗ deln laſſen. Sie ſind ein vornehmer Mann, das ſeh' ich; und wenn Fräulein von Gabel nicht gegen Sie handelte, wie Sie wünſchten, ſo trage ich nicht die Schuld davon. Hören Sie die verzweifelte Bitte eines Mannes, der ein beſſeres Loos verdient hat, laſſen Sie mich tabtſhlage oder gönnen Sie mir täglich etwas friſche Luft und nächtlich ein Strohlager! Wenn Sie den mindeſten Glauben an eine ewige Vergeltung haben, ſo laſſen Sie mich nicht vergeblich wimmern.