Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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„Dort giebt's jetzt für die Schweden zu thun. Guten Abend, meine Herren!“

Flaxmann und Courtin ſahen auf, um beim Schein der Lampe dem Grüßenden in das Geſicht zu ſchauen, deſſen Stimme ihnen bekannt vorkam; und wirklich erkannten ſie in ihm den Kammerdiener des Baron Görz, den Sohn dieſes Hauſes, ihren ehemaligen Un⸗ glücks⸗ und Reiſegefährten Ankarfield, und ſtanden erfreut auf, ihn zu begrüßen und zu befragen, woher er komme.

„Woher anders, als von der Inſel Aland? In voriger Nacht Punkt ein Uhr ſind wir abgefahren“, verſetzte Jener vergnügt.„Der Friede iſt in vollem Zuge. Mein Herr iſt mit einem Schnellſegler vor einer Stunde hier angekommen; er hat die wichtigſten Papiere vom Zaar in der Taſche und iſt jetzt ſchon beim Könige, ſie zu überreichen. Ich will bei meiner Ehre drauf wetten— und unſer Einer hält was auf ſeine Ehre und iſt von Manchem unterrichtet, was andern guten Seelen nicht einfällt— ich will auf Ehrenwort den Frieden garantiren; der Baron hat ihn in der Taſche gebracht, ſag' ich, und ihn eben auf dem königlichen Schloſſe ausgepackt.“

„Alſo der Frieden mit Rußland ſchon ſo weit?“ rief Flaxmann überraſcht,„da könnte ſich in Kurzem Vieles am politiſchen Himmel ändern.“

„Freilich wird's das! Bei meiner Ehre! Wie lang iſt's, daß wir uns nicht geſehen, Kapitän Flax⸗ mann? Vier Wochen höchſtens, es war Ende April oder Anfangs Mai, daß Ihr in Aland war't und dem Baron Depeſchen vom Könige brachtet.“

„Es ſind noch nicht volle vier Wochen“, ſagte Courtin.

„Nun alſo. Was hat ſich in dieſer kurzen Zeit