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nicht geändert? Sur parole d'honneur! damals war noch an keine rechte Unterhandlung, geſchweige an einen rechten Frieden zu denken. Die Häuſer waren noch nicht fertig, die der Zaar für die Geſandten zur Betreibung des Friedensgeſchäftes nicht weit vom Dorfe Wargath auf der Wieſe hat erbauen laſſen. Wir mußten noch im Dorfe wohnen, und von den ruſſi⸗ ſchen Geſandten war erſt einer, der Kanzleirath Oſter⸗ mann, zugegen. Jetzt ſieht das Ding anders aus. Die drei Häuſer ſtehen ſo ſchmuck da, wie eine ſüder⸗ manländiſche Braut. Der andere ruſſiſche Geſandte, der Generalfeldzeugmeiſter Bruce, wohnt in dem ruſſi⸗ ſchen Hauſe oben, der Kanzleirath unten; im ſchwe⸗ diſchen Hauſe wohnt der Graf Güllenborg oben und wir unten; der Secretair Nambke hat ſeine Stube hinten hinaus. Am 25. Mai ging der Lärm an, aber Alles in der Stille im dritten Hauſe, dort ſind die Zuſammenkünfte hinter verſchloſſenen und verrie⸗ gelten Thüren, aber unſer Einer horcht durch zehn Schlöſſer, da legt man nachher Ehre ein, wenn man mehr weiß, als die Andern. Das Ding iſt ſcharf betrieben worden; denn geſtern Abend kam der Baron und ſagte: Niels, wir müſſen nach Stockholm! Und heute Abend ſind wir hier mit dem Frieden in der Taſche.“
„Es möchte doch wohl zu bezweifeln ſein, daß die Sache ſchon ſo gut, als abgemacht wäre“, ſagte F ax⸗ mann mit ungläubiger Miene.„So ſchnell pfleg die Diplomatie nicht zu handeln und zu ſchließen.“
„Abgemacht, ſag' ich Euch!“ rief der Kammerdiener hitzig.„Nicht vergeblich ſetz ich meine Ehre ein. Der Prätendent wird König von England, der König Stanislaus wieder König von Polen, und Norwegen ſchwediſch. Meint Ihr, ich hätte vergeblich franzöſiſch


