Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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ſter Brandlov hatte ſchon oft daran gedacht, zu einem zweiten Ehebündniß zu ſchreiten. Als Flaxmann in die Wirthsſtube trat, kam ihm ſein Bootsmann mit freundlichem Gruße entgegen.

„Courtin“, fragte der Kapitän,„wann gedenkſt Du, daß wir ausfahren?“

„Unſer Schiff iſt in Stand“, verſetzte der Andere. „Ich dachte, Sie wollten die Frühlingszeit auf dem Lande genießen. Auf dem Meere hat man nichts weiter davon, als Sonne und Wind.“

„Ich habe mich anders beſonnen. Gern blieb' ich hier, aber ich möchte einem mir unangenehmen An⸗ trage, den ich, würde er mir einmal gemacht, nicht ausſchlagen könnte, ausweichen. Weißt Du nicht, wo's etwas zu thun gibt?“

„Wir können Kupfer laden und nach Holland brin⸗ gen“, verſetzte der Franzoſe.„Vielleicht erſchnappen wir auch einmal etwas Engliſches und Däniſches; un⸗ ſere Leute ſind das Zugreifen von ihrem vorigen Ka⸗ pitän, dem kühnen und hitzigen Norcroß, gewohnt, und wir dürfen ſie nicht zurückhalten.“

„Du weißt“, verſetzte Flarmann mit verdroſſenem Geſichte,„daß ich Dir Alles überlaſſe. Meinſt Du, daß es nöthig iſt, zu rauben und zu ſtehlen, wohlan, ſo ſei es! Aber laß' mich aus dem Spiele. Du ſollſt Alles beſorgen, wie zeither. Alſo nach Holland gedenken wir?“

„Wir könnten auch nach Rußland mit Eiſen. Dann brauchten wir die Landreiſe nicht nach Marſtrand zu machen. Ueberhaupt ſeid Ihr noch nicht viel aus dem hieſigen Hafen ausgelaufen.“

Wut, ſo wollen wir nach Rußland.“

„Recht ſo!“ ſagte ein eben eingetretener Fremder.