Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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und wünſchte, den Herzog⸗Regenten von Frankreich zum Beitritt zu beſtimmen und einen Krieg zwiſchen Frankreich und England zu Gunſten des Prätendenten zu entflammen. Aber jedenfalls hat dieſe Maßregel das Gegentheil herbeigeführt: der Herzog⸗Regent ſpielt am Hofe des Uſurpators von Großbritannien den Schmeichler; er hat König Georg den ganzen Anſchlag verrathen, und als ſchnelle Rückwirkung des königlichen Schreckens über dieſe kräftigen Anſtalten, ihm die ge⸗ ſtohlene Krone vom Haupte zu ſchlagen und ihn wieder nach Hannover zurückzujagen, iſt Herr von Fabrice hier, um ſein Möglichſtes zu verſuchen.“

„So glauben Sie wirklich, Herr Graf, daß die gerechte Sache Jakob's von Stuart den Sieg davon tragen wird?“ fragte Flaxmann.

„Jetzt oder nie, Kapitän! Unſer König hat ge⸗ ſchworen, er will eher ſein eigenes Reich, ja ſein Leben verlieren, wenn er's nicht durchſetzen ſollte, dem recht⸗ mäßigen Thronerben Englands Gültigmachung ſeiner Anſprüche zu verſchaffen.“

„Und doch werden in England dieſe Anſprüche meiſt ſo gänzlich bezweifelt. Haben Sie nie davon gehört, daß der Prätendent ein untergeſchobenes Kind, der Sohn eines Müllers ſein ſoll?“

„Man hat dies auch an unſerm Hofe zu wieder⸗ holtenmalen behauptet, und ich ſprach vor Kurzem noch mit Sr. Majeſtät darüber. Da verſicherte mir der König, er habe die unbezweifeltſten Beweiſe von dem Leben, der Exiſtenz und der Aechtheit Jakob Stuart's erhalten, daß er nunmehr feſt entſchloſſen ſei, demſel⸗ ben ſein Recht zu verſchaffen. Früher habe er nie daran gedacht, jetzt ſei es die heiligſte Pflicht für ihn geworden. Und nun könnt Ihr ſicher ſein, daß der Prätendent in Jahr und Tag König von England iſt“

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