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„Es kann in dieſem Jahre ſich Vieles ändern.“
„Der König hat ſchon den Befehl gegeben, ein Heer von 72,000 Mann wirklicher Soldaten und 140,000 Mann Reſerve theils zu werben, theils aus dem ſchwediſchen Landvolke auszuheben. Bei der erſten Aushebung muß jeder dritte Bauer, bei der zweiten jeder fünfte Soldat werden. Jetzt wird aus allen Kräften angefaßt. Mit dieſem Heere reißen wir Nor⸗ wegen von Dänemark ab, Rußland erobert uns unſere deutſchen Provinzen wieder und führt in eigener Perſon ſeine Flotte nach Seeland. Iſt erſt Dänemark, der treueſte Bundesgenoſſe des Königs Georg, bezwungen, dann geht die Expedition gegen England ſelbſt. Auch hat unſer Geſandter im Haag den Auftrag erhalten, daß er durch den ſpaniſchen Geſandten einen Krieg des Königs von Spanien gegen Frankreich und Großbri⸗ tannien zu erregen ſuchen ſoll. Spanien iſt ſchon mit Beiden geſpannt; der Cardinal Alberoni mag die Con⸗ ceſſionen nicht mehr leiden, die Spanien vor fünf Jah⸗ ren mit dem Negerhandel und der großen Portobello⸗ Meſſe England im Frieden von Utrecht machen mußte, es möchte auch gern die italieniſchen Nebenländer, die es damals verkor, wieder haben, und haßt den Herzog⸗ Regenten, als den Störer ſeiner großen Pläne. Frank⸗ reich iſt jetzt ſchwächer, als wir Alle glauben, und da der Herzog⸗Regent jeden Krieg, wie ein gebranntes Kind das Feuer, fürchtet, ſo gilt Frankreich in der ganzen Angelegenheit Nichts.“ Flaxmann ſchüttelte ungläubig den Kopf; ein bittres Lächeln flog um ſeinen Mund.
„Ja, jetzt oder nie“, fuhr der greiſe Feldmarſchall mit jugendlichem Feuer fort.„Und Sie ſcheint es nicht zu freuen, Kapitän, daß der Uſurpator geſtürzt und der rechtmäßige König von England auf ſeinen Thron er⸗


