Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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„Dann muß ich bedauern, daß Sie ſich vergeblich bemüht haben. Wollen Sie von Kapitän Norcroß Nachrichten, ſo müſſen Sie ſich an andere Leute wen⸗ den, als an mich; denn wahrlich, es lebt gewiß in Stockholm Niemand, der weniger von ihm wüßte, als ſeine Frau.“

„Er iſt zweifelsohne in däniſche Gefangenſchaft gerathen, die es ihm unmöglich gemacht hat, etwas von ſich hören zu laſſen.“

„Wer hieß ihm auch, nach Kopenhagen zu gehen; er hatte dort nichts zu thun. Wer ſich muthwillig in Gefahr begiebt, kömmt darin um. Er konnte mit ſeinen Officieren nach Helſingoer gehen und war ge⸗ rettet, wie ſie.“

„Ich habe Ihnen hier ſeinen treuen Begleiter, den Schiffsjungen Juel Swale, mitgebracht, der jetzt auf meinem Schiffe zum Matroſen avancirt iſt. Der Junge iſt zwar mit dem Bootsmann gereiſt, weil Ihr Gemahl allein nach Kopenhagen wollte, aber der Burſche verließ ihn früher nicht und wurde von ihm geliebt. Vielleicht gewährt es Ihnen Troſt, ihn auszufragen.“

„Ihre Güte rührt mich, Kapitän. Ich erkenne den Knaben wieder, er iſt groß und ſtark geworden. Mein Mann ſprach einigemal mit Lob von den Fä⸗ higkeiten und dem guten Willen des Juel, und hoffte, etwas Tüchtiges aus ihm bilden zu können. Ich bitte Sie, Kapitän, ehren Sie den Willen meines Gemahls, und verhelfen Sie dem Burſchen zu der Carriere, für welche Norcroß ihn erzog; denn ich will Ihnen meine Beſorgniß nicht länger verhehlen: mir kommt es vor, als ſei ich ſchon Witwe.“ Die leidende Frau trock⸗ nete ſich die Thränen. Der Knabe, für den ſie ſo