Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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Norcroß erſchrak, ließ ſich aber nichts merken, ſondern antwortete:„Ich weiß nicht, was Ihr faſelt, Mann. Ich bin freilich in England geboren und als Matroſe nach Helſingoer gekommen; da hat mir's meine Frau angethan.“

Der Bauer ſchüttelte den Kopf, flüſterte ſeiner Frau heimliche Worte zu und ging fort. Dieſe Dinge kamen dem Kapitän bedenklich vor; er ſchickte ſich an, auch hinaus zu gehen, aber mit Schrecken ward er inne, daß er kaum auf den Füßen zu ſtehen ver⸗ mochte.

„Wohin wollt Ihr?“ fragte die Frau barſch. „Ihr bleibt hier, bis mein Mann zurück iſt.“

„Auf den Hof. Ihr ſeht ja, daß ich kaum einen Schritt gehen kann. Ich werde Euch nicht entfliehen.“

„Das wollt' ich Euch auch nicht gerathen haben. Wir hätten Euch bald genug eingeholt.“

Norcroß kroch hinaus; er ſah ein, daß er verra⸗ then war. Der ſchrecklichſte Gedanke für ihn war, ſein neues Elend herankommen zu ſehen und ihm we⸗ gen der brennendſten Schmerzen an ſeinen Füßen nicht entfliehen zu können. Da warf er das Auge verzweifelt umher, und gedachte ſeines zu Hauſe in Trauer lebenden Weibes, welches er in fünf Mona⸗ ten nicht geſehen hatte, und die Sehnſucht nach ihr kam mit Jammer in ſeine Seele. Aber dieſe Gedan⸗ ken gaben ihm neue Kraft, die Schmerzen zu ertra⸗ gen; er ſah in dem, den Hof im Hintergrunde be⸗ gränzenden Zaune eine Lücke, und hinkte darauf los. Zur Rechten gewahrte er einen andern Bauerhof; der Beſitzer deſſelben war vor ſeiner Hütte beſchäftigt.

„Ach, Freund, helft doch einem armen kranken Mann!“ winſelte er.„Seht, Euer unbarmherziger