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im Hauſe das Regiment führe und durch ſie Alles, durch die ſchönen Töchter aber nichts auszurichten ſei — den Verliebten in Madame Kragenlund. Mit ſchlauer Berechnung ließ er zur rechten Zeit einen feurigen Blick auf ſie ſchießen, den er, von ihr be⸗ merkt, verwirrt auf den Boden heftete, dann ſchickte er einen Seufzer fort, rutſchte unruhig auf dem Seſſel, ſtammelte der feuerfangenden Frau einige Ar⸗ tigkeiten vor und hatte es ſchon nach dem erſten Be⸗ ſuche dahin gebracht, daß die Wirthsfrau in ihn ver⸗ liebt war.
Auf dem Rückwege lachte Früß pfiffig:„Hoho! das quatſcheliche Fiſchlein hat ſchon an den Köder angebiſſen und zappelt an der Angel. Die Frau Baſe hat mich bei Seite genommen und mich drin⸗ gend gebeten, Euch ja alle Tage nach der Hummer⸗ ſtraße, Nummer 1463 zu führen, wo Gunde Kra⸗ genlund Kaffeehaus hält; ich ſoll die halbe Zeche im⸗ mer frei haben. O da kann ich ſchon leben, denn die andere Hälfte bezahlt Ihr. Wir wollen der gu⸗ ten Frau gern dieſe Gefälligkeit erzeigen.“—
Punkt zwei Uhr Nachmittags wandelte der Ober⸗ profoß nun Tag für Tag mit Norcroß und zwei andern ſchwediſchen Gefangenen nach Kragenlund's Kaffeehaus, und Norcroß ſtand mit Madame Kra⸗ genlund bald auf vertrautem Fuße.
Unter vier Augen, nachdem er ſeine erheuchelte Schüchternheit abgelegt, fing er an, ſie für ſeinen Plan zu bearbeiten, und ehe drei Wochen vergangen waren, hatte er ſie ſo weit, daß ſie ihm zur Flucht behülflich zu ſein verſprach.
Nun hatte aber die Frau eine ſo heftige Leiden⸗ ſchaft für ihn gefaßt, daß ſie mit ihm zu fliehen be⸗ gehrte und der Kapitän ſich dadurch einer neuen gro⸗


