Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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Norcroß doch die Bitte ab, und vertraute den Jun⸗ gen vielmehr der väterlichen Vorſorge Meiſter Pehr⸗ ſohn's. Dort gaben ſie die Pferde zurück, und gin⸗ gen zu Fuße nach Aarhuus. Hier mußten ſie über⸗ nachten. Sie traten in eine ſchlechte Herberge und wollten mit der Frühe des Tages aufbrechen, um ſich nach Kallundborg überſetzen zu laſſen. Als ſie ſich erhoben, war der Kapitänlieutenant verſchwunden; er war ſchon Tags vorher wie tiefſinnig geweſen. Ver⸗ gebens fragte man nach ihm; die Thüre war nicht verſchloſſen geweſen, und er wahrſcheinlich in der Nacht ſchon entwichen.

Wohl ihm! ſagte Norcroß.Er wird Jütland nicht mehr verlaſſen können. Er wird zu unſerem guten Wirthe zurückkehren, reumüthig die große Sünde bekennen, daß er des Freibeuters Norcroß Officier geweſen iſt und durch Ellen's ſanfte Augen Verzeihung erhalten. Dann wird er, wie weiland der Erzvater Jakob, ſieben Jahre um Ellen als Knecht dienen, ſie heirathen und ſich wohler hinter dem Pfluge, als hinter dem Steuer befinden. Das Rauſchen der Kornähren wird ihm beſſer bekommen, als das Rau⸗ ſchen der Segel, ſo daß wir ihm wohl noch einmal als wohlgenährten jütländiſchen Edelmanne ſeinen Ueberfluß abnehmen können.Und am Ende hat er Recht! ſetzte er für ſich hinzu.Ich wollte, ich hätte auch ſo zu thun vermocht! Ich wollte, ich ver⸗ möchte es noch! Aber zwei Seelen wohnen in meiner Bruſt, in ewigem Widerſtreit mit einander begriffen.