Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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dem Winde von ſeinen brennenden Liebesſchmerzen. Kapitän Norcroß fürchtete wirklich für ſeinen Ver⸗ ſtand und hielt ihr Geheimniß nur um deswillen be⸗ wahrt, weil Gad dem Mädchen gegenüber überhaupt ſtumm war. Deſto geſprächiger war Juel mit Gad's Geliebter und den übrigen Kindern; er ſaß halbe Tage lang unter ihnen und erzählte, oder machte ihnen Schnurren vor, und bald war er bei Allen beliebt und wurde von der Hausfrau und den Töch⸗ tern beſchenkt. Der ſchelmiſche Junge legte es dar⸗ auf an, den Kapitänlieutenant um das Bischen Kopf zu bringen, das er noch hatte. Deshalb ſchlich er hinter ihm her, wenn der verliebte Mann, ſeine Klagelieder zu ſingen, in's Feld lief, und erzählte ihm, wie von ohngefähr, Ellen ſo hieß die älteſte Tochter habe ſich vortheilhaft über ihn geäußert, habe Dies und Jenes von ihm geſprochen, nach Dem und Jenem gefragt, habe geſtanden, daß ſie ihm recht gut ſei, und Gad hüpfte und jubelte zuletzt vor Freu⸗ den. Manches Thalerſtück ſpazierte aus des Kapi⸗ tänlieutenants Taſche in die des Schiffsjungen, der dann nicht verfehlte, heimzugehen und dem Mädchen wieder ſüße Dinge von des Steuermanns Liebe zu ihr vorzuſagen. Der einſamen Bewohnerin der Küſte war noch kein Mann, außer Vater und Brüder, ſo nahe gekommen, ihr Herz war reif und empfänglich für ſanfte Gefühle; die Redereien des Jungen goſſen Oel in die Flamme, und ſo war es kein Wunder, daß Beide ſtarke Gefühle für einander hegten.

So waren unter allerlei Zerſtreuungen zwei volle Wochen verſtrichen, und Küche und Keller des Guts⸗ herrn hatten es verſpürt; da brachen die Freibeuter auf, ihrem gütigen Wirthe herzlich dankend für alle genoſſenen Wohlthaten. Es that dem Kapitän leid,