däniſches Schiff recht auf unſerm Meere ſehen laſſen? Er hat's am Schlepptau und führt's ſeinem König
zu. Daß ihn Gott verdammen möge, dieſen See⸗
räuber! Er iſt Euer Landsmann, Freund, aber glaubt. er iſt der einzige Menſch, dem ich alles Böſe wünſche.“
Der Kapitän ſchauderte. Er hatte nicht geglaubt, daß er ſo allgemein bekaunt und gehaßt wäre, daß ſich ſo das Volk mit ſeinen geſcheiterten Plänen trüge.
„Bleibt Ihr nur bei mir,“ fuhr der Edelmann wieder gelaſſener fort;„wenn Ihr Geld von Euerm Schiffe gerettet habt, was wollt Ihr es in einem theuern Hafen verzehren? Bei mir koſtet es Euch nichts. Ich mache mir eine Frende daraus. Bleibt, ſo lang' es Euch gefällt. Hier hat Euch kein Frei⸗ beuter etwas an, und wenn das Frühjahr vollends herauf iſt, und die See ſich beruhigt hat, ſo fahrt heim zu Euerer lieben Frau und erzählt ihr von mir und der meinigen und von meinen Kindern.“
Die Freibeuter ließen ſich zureden, denn ihnen Allen leuchtete ein, daß es ihnen nicht leicht werden möchte, in dieſem ſtürmiſchen Wetter nach Schweden hinüberzukommen, oder ſich unentdeckt lange in einem Hafen aufzuhalten. Sie beſchloſſen alſo, zu verzie⸗ hen, bis ſich das Wetter gebeſſert habe.
Keinem war dieſer Verzug angenehmer, als dem Kapitänlieutenant Gad, welcher in die Tochter des Hauſes verliebt, und, wie es ſchien, auch von ihr nicht ungern geſehen wurde. Obgleich er in ihrer Nähe ſich nicht die geringſte Erklärung ſeiner Ge⸗ fühle erlaubte, ſondern nur immer zitterte und dann
und wann ein gleichgültiges Wort mit Mühe hervor⸗
ſtammelte, ſo war er doch gern in ihrer Nähe, und nur wenn er ihr nicht Geſellſchaft leiſten konnte, lief er im Felde und am Meeresufer umher und erzählte


